Corona-Impfung
Impfung von Lindauern mit höchster Priorität fast abgeschlossen

Im Landkreis Lindau haben fast alle Bürger der Priorität 1 ein Impfangebot bekommen. (Symbolbild)
  • Im Landkreis Lindau haben fast alle Bürger der Priorität 1 ein Impfangebot bekommen. (Symbolbild)
  • Foto: Tim Reckmann / pixelio.de
  • hochgeladen von Svenja Moller

Noch in dieser Woche werden im Landkreis Lindau knapp200 Menschen über 80 Jahre, die derzeit noch auf einer Warteliste stehen, einen
Impftermin erhalten. Außerdem werden in dieser Woche noch etwa 50
Personen, die bettlägerig sind und im häuslichen Umfeld gepflegt werden, von
mobilen Impfteams geimpft.

Parallel dazu werden auch schon seit demWochenende ältere Menschen der Priorität 2 zu einem Impftermin eingeladen.
Das Landratsamt bittet nun Menschen über 75 Jahre, aber auch weitere
Personengruppen (siehe Personen mit hoher Priorität) sich über das
Internetportal der Bayerischen Impfzentren www.impfzentren.bayern.de
anzumelden.

Impfzentren sich noch immer nicht ausgelastet

"Wir gestalten bei der Impfung einen fließenden Übergang von derhöchsten in die hohe Priorität, um möglichst schnell mit den Impfungen voran zu
kommen", erläutert Landrat Elmar Stegmann. Doch noch immer ist der Impfstoff
begrenzt und die Kapazitäten in den Impfzentren sind nicht ausgelastet. "Im
Landkreis Lindau leben etwa 9.000 Menschen, die zwischen 70 und 79 Jahre alt
sind. Bis wir diese Menschen bei den jetzigen Liefermengen durchgeimpft haben,
dauert es einige Wochen. Wir können nur hoffen, dass möglichst bald mehr
Impfstoff ankommt“, so der Landrat.
Speziell aufgerufen sind derzeit insbesondere Menschen mit Vorerkrankungen, pflegende
Angehörige und Menschen über 75 Jahre. Weitere nun impfberechtigte Personengruppen
werden darüber hinaus auch über ihren Arbeitgeber für eine Impfung angemeldet,
beispielsweise Lehrkräfte und Beschäftigte an Grund- und Förderschulen, Mitarbeiter in
Kindertagesstätten, Einsatzkräfte der Polizei etc.
Im Landkreis Lindau leben laut Melderegister der Gemeinden insgesamt 8.939 Menschen
im Alter zwischen 70 und 79 Jahren. Landrat Elmar Stegmann wird in einem ersten Schritt
Anfang nächster Woche die 4.443 Menschen zwischen 75 und 79 Jahren persönlich anschreiben und zur Impfung einladen. Die Anmeldung erfolgt hier über das Portal der Bayerischen Impfzentren unter www.impfzentren.bayern.de. Dort sind bereits etwa 1.500 Menschen zwischen 75 und 79 Jahren erfasst. Wer sich bereits angemeldet hat, muss sich also trotz Einladungsschreiben nicht nochmals melden.

Nochmals aufgerufen sind Menschen über 80 Jahre, die bisher noch nicht registriert sind und Menschen, die bettlägerig sind und im häuslichen Umfeld betreut werden. Diese werden gebeten, sich direkt über die Impf Hotline zu melden: 0831- 704936-200 (Vorwahl Kempten). Knapp 100 Menschen über 80 Jahre können derzeit übrigens nicht geimpft werden, da sie erkrankt sind. Diese Personen werden dann nach ihrer Genesung einen Impftermin erhalten. Und über 50 Personen aus dieser Gruppe haben eine Impfung zum derzeitigen Zeitpunkt abgelehnt oder wollen zur Abklärung auf ihren Hausarzt zugehen. Begründet wird dies mit speziellen Vorerkrankungen und auch mit Unsicherheiten im Bezug auf den Impfstoff des Herstellers AstraZeneca.

Welche Personengruppen sind in der hohen Priorität (Priorität 2):

  • Über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung.
  • Personen nach einer Organtransplantation.
  • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung (bipolare Störung, Schizophrenie, schwere Depression).
  • Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen.
  • Personen mit schweren chronischen Lungenerkrankungen (z.B. interstitielle Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose), Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen, Diabetes mellitus mit Komplikationen, Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung, chronischer Nierenerkrankung oder Adipositas (mit Body-Mass-Index über 40).
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 70 Jahre alt sind, nach Organtransplantation oder die eine der vorgenannten Erkrankungen oder Behinderung haben.
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren (Die Kontaktpersonen werden von der Schwangeren selbst oder von einer sie vertretenden Person bestimmt.)
  • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen für geistig oder psychisch behinderte Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen.
  • Polizei- und Einsatzkräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Erfasst sind auch Soldatinnen und Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
  • Personen, die in Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder für das Deutsche Archäologische Institut an Dienstorten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt.
  • Personen, die im Ausland für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen an Orten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
  • Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind.
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in besonders relevanten Positionen zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur.
  • Personen, die insbesondere in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen oder in sonstigen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe oder in Frauenhäusern untergebracht oder tätig sind.
  • Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind.

Weitere wichtigen Informationen hat der Landkreis auf seiner Internetseite zusammengestellt. Wir informieren dort regelmäßig über alles Wissenswerte zur Corona-Lage im Landkreis Lindau.

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