Spaßbad
Im Limare versickert Geld - Sportbeckensanierung kostet mehr als eine Million Euro

Das Spaßbad Limare in Lindau macht den Verantwortlichen gerade wenig Spaß. Davon konnten sich die Stadträte und Aufsichtsräte der Stadtwerke bei einem Rundgang mit dem Leiter der Bäderbetreibe, Florian Schneider, überzeugen.

Die älteren Teile des Gebäudes, die noch aus dem Jahr 1967 stammen, sind ebenso wie die Technik am Ende ihrer Lebensdauer angekommen. Zudem wurde der Erweiterungsbau, der 2001 in Betrieb genommen wurde, nach Meinung von Jörg Stern vom Planungsbüro Fritz in Immenstaad, nicht «fach- und sachgerecht» an den Altbau angeschlossen. Ingrid Seeberger vom Gesundheitsamt stellte klar: «Im Limare besteht keine Gefahr für die Badenden. Das liegt aber am motivierten Fachpersonal, dass trotz der mangelhaften Technik für eine gute Wasserqualität sorgt.»

Das Limare selbst war von Anfang an unter einer klaren Maßgabe gebaut worden: Es sollte möglichst sparsam gebaut werden. Im kompletten Haus herrscht eine viel zu hohe Luftfeuchtigkeit. Wer in den Nebenräumen seine Werkbank stehen hat, arbeitet im nahezu subtropischen Klima.

In den Kellergängen müssen die Techniker teilweise krabbeln, um an Rohre und Leitungen zu kommen. Die Elektroleitungen reagieren auf die Luftfeuchtigkeit mit Rost. Die Brandmeldeanlage muss regelmäßig saniert werden. Doch dies ist nur der Anfang. Auf 1,5 bis 1,8 Millionen Euro schätzt Schneider den Investitionsbedarf. Der Großteil dieser Summe entfällt auf das Sportbecken mit der Wasseraufbereitung aus dem Jahr 1967 mit rund 1,15 Millionen Euro. Der Investitionsbedarf von 1,4 Millionen Euro im Eichwaldbad muss zusätzlich berücksichtigt werden. Zudem wäre das Limare wohl im Sommer acht bis zehn Wochen geschlossen.

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