Anbau
Hospizzentrum Haus Brög zum Engel in Lindau will erweitern

Das Hospizzentrum in Lindau, eine stationäre Einrichtung zur ganzheitlichen Betreuung schwerstkranker Menschen in der letzten Lebensphase, braucht mehr Betten, 'nicht nur um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, sondern auch um die wirtschaftliche Basis des Hauses zu verbessern und auf Dauer zu sichern'.

Wie die Vorsitzende des Träger- und Fördervereins, Maja Dornier, bei der Mitgliederversammlung erklärte, soll das Hospiz in der Ludwig-Kick-Straße durch einen Anbau in Richtung Osten erweitert werden. Der Neubau, der über einen verglasten Wintergarten mit der denkmalgeschützten Villa verbunden wäre, werde drei Zimmer beherbergen, so Dornier. Durch die Hanglage wäre im Untergeschoss auch noch Platz für einen Seminarraum. Voraussichtlich 400 000 bis 450 000 Euro werde der barrierefreie Anbau kosten, der im nächsten Jahr bezugsfertig sein soll.

'Wir könnten durchaus mehr Gäste verkraften - das wäre auch betriebswirtschaftlich sinnvoll, zumal Krankenschwester und Pflegekräfte im Haus Brög rund um die Uhr im Einsatz sind', betonte Dornier. Im Vergleich mit anderen Hospiz-Einrichtungen in Bayern habe das Lindauer Haus sehr wenig Betten.

Auch wenn die Belegquote mit rund 88 Prozent in den letzten beiden Jahren sehr gut gewesen sei, würde die Aufstockung von derzeit fünf auf künftig acht Zimmer die Wirtschaftlichkeit des Hauses deutlich verbessern, so die Vereinsvorsitzende. Zwar würden Krankenkassen und Pflegeversicherung seit rund drei Jahren 90 Prozent der Tagessätze übernehmen, die restlichen zehn Prozent jedoch müsse das Hospiz durch ehrenamtliche Arbeit und Spenden selbst aufbringen.

Wie die stellvertretende Vereins-vorsitzende, Elisabeth Felder, in der unmittelbar vorangegangenen Jahresversammlung des (Schwester-)Vereins 'Besuchsdienst für Kranke und Sterbende' bekanntgab, leisteten die 41 Hospizhelfer und -helferinnen, die im vergangenen Jahr im Landkreis Lindau im Einsatz waren, insgesamt 4242 Stunden ehrenamtlich.

Davon entfiel über die Hälfte auf Einsätze im stationären Hospiz, der Rest auf Betreuung und Beratung zu Hause und im Krankenhaus sowie auf Vorstands- und Öffentlichkeitsarbeit bzw. Fortbildungen.

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