Brand
Holzgebäude in Niederstaufen wird Raub der Flammen

Bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist Dienstagnacht ein Stadel im Niederstaufener Ortsteil Kinbach. Sieben Feuerwehren mit insgesamt 140 Einsatzkräften gelang es, ein Übergreifen auf das unmittelbar angrenzende Wohngebäude, zu verhindern.

Der Brand war gegen 1 Uhr ausgebrochen. Ein Bewohner im benachbarten ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen wurde durch einen Knall auf das Feuer aufmerksam. Die Lage war brenzlig. Durch die Hitzeentwicklung drohte das wenige Meter vom Stadel entfernt stehende Haus in Brand zu geraten. Die enorme Strahlungswärme hatte bereits das Vordachgebälk zum Glimmen gebracht, die Fenster sprangen und die Kunststoffrollländen verschmorten teilweise. Evakuiert werden musste das Haus nicht, die Bewohner - mehr als zehn - konnten das Gebäude selber verlassen.

Der Hausbesitzer hatte sofort mit dem Gartenschlauch die Hauswand gekühlt, bis die wenige Minuten später angerückten Wehrler im Schnellangriff ein Übergreifen des Feuers verhindern konnten. «Das war Rettung in letzter Minute. Wenig später und das Haupthaus wäre auch in Brand geraten», sagt Kommandant Markus Elbs (Niederstaufen), der den Einsatz leitete.

Der Schuppen, in dem sich Brennholz, Reifen, Gerätschaften sowie ein neuwertiges Motorrad befanden, brannte völlig ab. Nicht gerettet werden konnte auch der Hase, der sich im Stall befand. Bis in die Morgenstunden dauerten die Nachlöscharbeiten an, da sich in den Holzstößen immer wieder Brandnester bildeten.

Im Einsatz waren neben der Ortswehr aus Niederstaufen die Wehren aus Opfenbach, Sigmarszell, Bösenreutin, Hergensweiler, Scheidegg und Hohenweiler mit insgesamt 140 Kräften. Vor Ort war auch das Rote Kreuz. Die Brandursache ist unklar. Hinweise auf eine Brandstiftung hat die ermittelnde Polizeiinspektion in Lindenberg nicht. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf 35000 Euro.

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