Fische
Große Welse auch in Allgäuer Badeseen - Keine Gefahr für Menschen

2010 gelangen einem Taucher Videoaufnahmen von einem große Waller im Niedersonthofener See.
  • 2010 gelangen einem Taucher Videoaufnahmen von einem große Waller im Niedersonthofener See.
  • Foto: Scheid
  • hochgeladen von David Yeow

Ein österreichischer Berufsfischer hat vergangenen Woche einen knapp zweieinhalb Meter langen Wels (Waller) aus dem Bodensee gefischt - das Tier wog stolze 100 Kilogramm. Nur wenige Tage davor hatte auch der bayerische Bodenseefischer Bernd Kaulitzki einen ähnlichen Fang gemacht. Auch Kaulitzkis Wels maß 2,24 Meter.

Riesige Welse sind im Bodensee keine Seltenheit. In den vergangenen Jahren konnten auch Angler immer wieder große Waller im Bodensee fangen.

Rekordwels in Frankreich gefangen

Welse können bis zu 2,8 Meter lang werden. Erst im September 2017 gelang einem französischen Angler der Rekordfang eines 2,74cm langen Tieres. Der Grund für die Größe dieser Fischart: Welse wachsen bis zu ihrem Tod immer weiter. Erreichen sie eine bestimmte Größe, haben sie - bis auf den Angler - auch keine Fressfeinde mehr.

Auch in Allgäuer Badeseen keine Seltenheit

Die dämmerungs- und nachtaktiven Raubfische sind auch im Allgäu keine Seltenheit. In hiesigen Seen kommen die Tiere ebenfalls vor - meist sind sie aber nicht größer als 1,20 bis 1,40 Meter. Ein Kontakt mit Menschen ist aber - unabhängig von der Größe der Tiere - ziemlich unwahrscheinlich, sagt der schwäbische Fischereiexperte Robert Paravicini. Bekannt für seinen Welsbestand ist beispielsweise der Niedersonthofener See im Oberallgäu. 2010 filmte ein Taucher dort einen besonders großes Exemplar.

Nahezu keine Gefahr für Schwimmer

Für Badegäste und Schwimmer sind Welse nicht gefährlich. Meldungen von Angriffen hält Paravicini in den allermeisten Fällen für Falschmeldungen. Aggressiv zeigen sich die männlichen Fische nur während der Laichzeit bei der Verteidigung ihrer Nester. Um den Nachwuchs kümmern sich Welse meistens im März und April und da sind normalerweise noch keine Schwimmer in den Seen. Zudem ist der Biss eines Wallers vergleichsweise harmlos. Der Grund: Die Tiere besitzen keine langen, spitzen Zähne. Das Wallergebiss gleicht eher einem groben Sandpapier.

Nicht nur große Welse in unseren Gewässern

Welse sind nicht die einzigen großen Fische in unseren Gewässern. Neben den nachtaktiven Jägern erreichen auch Hechte teilweise beachtliche Größen. Immer wieder gelingt es Anglern und Berufsfischern, Hechte von über 1,20 Metern zu fangen. Ebenfalls groß - und vor allem schwer - werden auch die bei uns heimischen Karpfen. Der größte gefangene Karpfen (Frankreich) erreichte eine Länge von über 1,20 Metern und wog 45,5 Kilogramm.

Eines aber haben all diese großen Tiere gemeinsam: Sie meiden den Menschen. Eine Begegnung mit solchen großen Fischen ist ziemlich unwahrscheinlich.

Autor:

David Yeow aus Kempten

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