Coronavirus
Gelungener Start der ersten Impfungen im Landkreis Lindau

Dr. Klaus Adams, Wolfgang Strahl von der Allgäu Medical Service GmbH sowie Landrat Elmar Stegmann (v.l.n.r.).
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  • Dr. Klaus Adams, Wolfgang Strahl von der Allgäu Medical Service GmbH sowie Landrat Elmar Stegmann (v.l.n.r.).
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Am Sonntag, 27. Dezember 2020 haben die ersten Impfungen gegen das Coronavirus im Landkreis Lindau begonnen. „Die Anlieferung hat einwandfrei geklappt, die Kühlketten wurden eingehalten und so konnten wir wie geplant mit den ersten Impfungen starten“, freut sich Landrat Elmar Stegmann. Ziel der bundesweiten Impfstrategie ist es, in einem ersten Schritt besonders gefährdeten Personen eine Impfung zu ermöglichen.

Zunächst soll der Impfstoff daher Personen über 80 Jahren und Bewohnerinnen und Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen angeboten werden, die sich impfenlassen möchten. Die Impfaktion im Landkreis Lindau startete daher in einem Seniorenheim im Westallgäu. „Wir haben uns für diese Einrichtung entschieden, da die Anzahl der Bewohner und Mitarbeitenden am besten mit den 100 verfügbaren Impfdosen zusammengepasst hat“, so Wolfgang Strahl von der Allgäu Medical Service GmbH, der das Mobile Impfteam leitet. Insgesamt wurden am Sonntag 70 Personen geimpft, die sich dafür freiwillig gemeldet hatten. Die übrigen Impfdosen werden in den kommenden Tagen weiter in den Alten- und Pflegeheimen im Landkreis Lindau verimpft.

Landrat Elmar Stegmann und der Ärztliche Leiter der Impfzentren, Dr. Klaus Adams, begleiteten persönlich die ersten Impfungen vor Ort. "Ich freue mich, dass uns der Corona-Impfstoff jetzt zur Verfügung steht. Mit der Impfung und dem konsequenten Beachten der "AHA-AL-Regel" bin ich zuversichtlich, dass wir im nächsten Sommer wieder ein annähernd normales Leben führen können", so Dr. Adams. Auch der Heimarzt Dr. Wolfgang Heckmann, der gemeinsam mit Dr. Adams die Impfungen vorgenommen hatte, setzt sehr viel Hoffnung in diese Impfung und empfiehlt sie ausdrücklich. „Mit dem heutigen Tag können wir einen weiteren Baustein gegen Corona in unseremHause installieren“, freut sich der Heimleiter. Die Freude über den schnellen und komplikationslosen Ablauf der Impfungen war auch bei den Bewohnern und Mitarbeitern groß.  „Ohne den großartigen Einsatz und die professionelle Vorgehensweise des Impfteams wäre dieser reibungslose Ablauf der ersten Impfungen im Landkreis Lindau nicht möglich gewesen“, lobte Landrat Elmar Stegmann alle Beteiligten. „Die erste Impfung der Heimbewohnerin war auch für mich ein sehr bewegender Moment. Damit sind wir einen sehr wichtigen Schritt im Kampf gegen Corona gegangen“, so der Landrat
weiter.

Informationen zur Reihenfolge der Impfungen:

Die Priorisierung (Übersicht ist auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums dargestellt), in welcher Reihenfolge Impfungen durchgeführt werden, wurde von der Ständigen Impfkommission vorgeschlagen und von der Bundesregierung in Absprache mit den Regierungschefs der Länder beschlossen. Diese Reihenfolge ist in ganz Deutschland gleich und wird auch im Landkreis Lindau umgesetzt. Es gilt, diejenigen, die am meisten gefährdet erscheinen, als erste zu schützen.

Höchste Priorität besitzen hochbetagte Mitbürgerinnen und Mitbürger, vor allem dann, wenn sie in Gemeinschaftseinrichtungen zusammenleben. Sie können durch eine Corona- Infektion in Lebensgefahr geraten, da die körpereigene Abwehr reduziert ist und sie zumeist auch an anderen Erkrankungen leiden. Zudem sind sie auf Pflege angewiesen, welches auch ein erhöhtes Risiko darstellt, da Abstandhalten nicht immer möglich ist. Übertragbare Krankheiten breiten sich gerade in Seniorenheimen schneller aus als woanders. „Die hohen Infektionszahlen der vergangenen Wochen in Alten- und Pflegeheimen haben gezeigt, wie wichtig es ist gerade diese Menschen zuerst mit Impfungen zu versorgen, die diesen Schutz am dringendsten benötigen“, sagt Landrat Elmar Stegmann. Er stellt aber auch klar „Es handelt sich dabei um ein freiwilliges Impfangebot, niemand wird dazu gezwungen sich impfen zu lassen.“

Anschließend werden Hochbetagte geimpft, die noch im privaten Umfeld leben. Dazu werden Anfang kommender Woche alle über 80-jährigen im Landkreis Lindau persönlich vom Lindauer Landrat angeschrieben und eingeladen, vom kostenfreien Impfangebot Gebrauch zu machen.

Im nächsten Schritt folgen dann vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern, vorwiegend auf „Corona-Stationen“, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ambulanten Pflegediensten, Arztpraxen, Rettungsdienst und ähnlichen Einrichtungen, mit erhöhter Gefahr, sich mit Corona anstecken zu können. Danach folgen Personen mit schweren Grunderkrankungen und in anderen Lebensaltersstufen, wie auch Personen, die zur Aufrechterhaltung der Öffentlichen Sicherheit und Ordnung und zur Versorgung der Bevölkerung dringend erforderlich sind.

Dr. Klaus Adams führt eine Impfung durch.
  • Dr. Klaus Adams führt eine Impfung durch.
  • Foto: Landkreis Lindau
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Da in der Anfangsphase der Impfstoff nur in kleinen Mengen zur Verfügung steht, wird in den Alten- und Pflegeheimen mit den Impfungen begonnen. „Solange die Lieferungen der Firma BioNtech SE rationiert sind, müssen Prioritäten gesetzt werden. Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis. Es ist ganz wichtig, dass wir uns weiterhin in Geduld üben und die Hygieneregeln einhalten“, appelliert der Landrat. „Erst wenn der Impfstoff nach Bedarf angefordert und geliefert werden kann und die Lieferketten reibungslos laufen, dann kann allen Impfwilligen eine Impfung angeboten werden“, so der Landrat weiter.
Das Landratsamt wird zeitnah darüber informieren, wann weitere Personenkreise zur Impfung anstehen und ab wann Termine für die Impfzentren vereinbart werden können.

Wichtiger Hinweis zu neuer Betrugsmasche: Die Impfung in Deutschland ist kostenfrei! Den Impfstart haben sich auch Betrüger für eine neue Masche zunutze gemacht: Bereits in mehreren Bundeländern berichtete die Polizei von Fällen, dass Betroffene meist aus

„Die Vorbereitung der beiden Impfzentren und die Einrichtung der mobilen Teams war ausländischen Callcentern angerufen wurden. Die Trickbetrüger gaben sich als Mitarbeitervon Krankenkassen, Arztpraxen oder Pharmafirmen aus und boten Impfstoff gegen Geld
an. „Das Impfangebot ist kostenfrei. Ich bitte daher alle Bürgerinnen und Bürger sobald
ihnen der Impfstoff gegen Geld angeboten wird sofort die Polizei darüber zu informieren“,
so der Landrat.
Wie die Impfungen ablaufen und viele weitere Fragen rund um das Thema Impfen hat das
Bundesgesundheitsministerium auf einer Infoseite im Internet zusammengestellt.

Impfzentren im Landkreis Lindau:

Im Landkreis Lindau wird es zwei Impfzentren geben und dazu Mobile Teams, die vor allem Bewohner und Personal von Alten- und Pflegeheimen impfen. Ein Impfzentrum ist in der FOS-Turnhalle in Lindau eingerichtet. Das zweite befindet sich in Lindenberg im früheren Feriendorf auf dem Nadenberg. Sobald diese in Betrieb gehen, werden wir darüber informieren.

„Die Vorbereitung der beiden Impfzentren und die Einrichtung der mobilen Teams war erneut ein großer Kraftakt. Dafür danke ich allen Beteiligten, ob im Ehrenamt oder im Hauptamt, sehr herzlich,“ so Landrat Stegmann.

Coronavirus im Westallgäu: die aktuelle Lage

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