Kriminell
Fasching im Allgäu: Polizei warnt vor K.-o.-Tropfen

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Faschingszeit - die fröhlichste Zeit des Jahres! Den Fasching sollte man auch unbeschwert genießen können. Allerdings warnt die Polizei momentan verstärkt vor Kriminellen, die Frauen mit sogenannten K.-o.-Tropfen außer Gefecht setzen. Wie so eine Situation ablaufen kann, haben wir für Sie in einem Video nachgestellt, zu dem sich freundlicherweise Kathrin Dorsch und Markus Pöpperl von DAS NEUE RSA RADIO zur Verfügung gestellt haben.

Das Ziel ist klar: Das Opfer soll nicht mehr in der Lage sein, sich zu wehren. Sich nicht mehr wehren können gegen Diebstahl, gegen Gewalt, gegen Vergewaltigung - ein absoluter Alptraum!

Und die Fälle häufen sich: Allein die Polizeidirektion Ravensburg verzeichnete im letzten Jahr 20 Fälle, in denen der Verdacht bestand, dass Kriminelle entsprechende Mittel verwendet hatten, um ihre Opfer willen- oder besinnungslos zu machen.

"Als K.-o.-Tropfen werden häufig sogenannte Benzodiazepine, wie Diazepan oder Valium, verwendet", erklärt Dr. Martin Pfefferlevon der Martinus Apotheke in Waltenhofen.

"Schon nach circa 45-60 Minuten nach Einnahme der Tropfen setzt eine Wirkung ein. Es beginnt mit leichten Sinnestäuschungen. Der Mund wird trocken, eine Übelkeit setzt ein und man verliert langsam das Bewusstsein", so der Apotheker weiter.

Nach dem Erwachen können sich die Opfer oft nur bruchstückhaft, manchmal auch überhaupt nicht mehr an das erinnern, was in der Zwischenzeit geschehen ist. Im schlimmsten Fall kann die Verabreichung von K.-o.-Tropfen auch tödlich enden, beispielsweise bei Unverträglichkeit, Überdosierung oder in Kombination mit Alkohol oder anderen Drogen.

Die Polizei appelliert an alle Bürger, jeden Verdacht bzw. Straftat bei der Polizei anzuzeigen - und dies möglichst unverzüglich. Zeitgleich sollte man einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen.

Erfahrungsbericht von Sabine aus Lindau:

'Als ich 17 Jahre alt war, war ich mit meinen Freundinnen auf einer Faschingsparty in einem Club. Uns wurden von einem Unbekannten mehrere Getränke ausgegeben. Davon trank ich mein erstes und auch einziges Getränk an diesem Abend – einen Wodka Bull.

Nachdem ich ausgetrunken hatte, ging ich tanzen. Bald wurde mir richtig schlecht und musste auf die Toilette, um mich zu übergeben. Von da an weiß ich nicht mehr sehr viel.

Ich wusste aber, dass diese Übelkeit nicht vom Alkohol kommen kann, sie fühlte sich auch ganz anders an. Da es mir immer schlechter ging, wurde ich von meiner Mutter abgeholt. Seit dieser Erfahrung passe ich beim Weggehen viel besser auf mein Getränk auf und lasse es nicht mehr aus den Augen."

Autor:

Holger Mock aus Kempten

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