Heimat
Bei Gerhard Wetzel sind Ortsheimatpflege und Museumsverein Hergensweiler in einer Hand

Heimat und Brauchtum liegen ihm am Herzen, das hat Gerhard Wetzel, der im Juli zum neuen Ortsheimatpfleger der Gemeinde Hergensweiler bestellt wurde, schon in den zurückliegenden Jahren bewiesen. Seit 1992 war er Vorsitzender des Trachtenvereins << DLeiblachtaler >> und mehrere Jahre 2. Vorsitzender des Museumsvereins Heimatmuseum. Nachdem sich beide Vereine im April dieses Jahres zum Museums- und Trachtenverein zusammengeschlossen haben, steht er auch dort an der Spitze.

Wetzel findet es wegen << der kurzen Wege >> sinnvoll, dass Ortsheimatpflege und Verein in einer Hand sind. Gemeinsam gearbeitet wurde ohnehin schon bei den Veranstaltungen im Heimatmuseum. Als Ortsheimatpfleger will er die bewährte Arbeit seines Vorgängers Georg Rehm fortsetzen, die Ortschronik neu fassen und weiterführen sowie << noch enger mit den Kollegen in den anderen Gemeinden zusammenarbeiten >>.

Aber der agile 61-Jährige hat auch schon Neues angedacht, wie Vorträge im landwirtschaftlichen Raum des Museums. Mit dem Arbeitskreis Kultur und Geschichte, der Dorfentwicklung Hergensweiler und dem Gartenbauverein sitze man ebenfalls in einem Boot, stellt Wetzel fest. Und seine Familie ist in Sachen Heimatpflege ebenfalls aktiv. Ehefrau Marga ist seit langen Jahren Trachtenwartin und Cousin Arthur Wetzel hat im April die Museumsleitung übernommen.

Gerhard Wetzel ist es wichtig, junge Leute für die Geschichte des Dorfes zu begeistern. Auch das Interesse von Neubürgern möchte er wecken. Denn es sei schade, wenn Leute seit Jahren im Ort leben und nicht einmal wissen, dass es hier einen alten Pestfriedhof mit Kapelle gibt, so Wetzel.

Seitdem er in Rente ist, hat er << mehr Zeit für Ehrenamtliches >> und engagiert sich auch seit drei Jahren im Gemeinderat. Hobbys hat er natürlich ebenfalls und nennt Radfahren und Eisenbahn fahren. Um dann zu schmunzeln und anzufügen: << H0 >> - also die schon legendäre Märklin-Modelleisenbahn. Seit seiner Kinderzeit pflegt er dieses Steckenpferd << und außer dem Vater (ihm) darf keiner ran >>, meint er.

Eine Weile lange hatte er den halben Dachboden des Hauses mit seiner Anlage belegt, derzeit ist sie nicht aufgebaut. Momentan sei er nur << Jäger und Sammler >>, sagt Wetzel, der knapp 30 Lokomotiven sein Eigen nennt. Irgendwann sollen sie wieder fahren: auf dem Dachboden seines Carports. (hip)

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