Integrationsbeirat
Ausbildungssituation soll verbessert werden

Auf seiner konstituierenden Sitzung hat der neue Integrationsbeirat im Landkreis Paolo Mura zu seinem Vorsitzenden gewählt. Der 43-Jährige hat italienische Eltern, ist jedoch in Lindau geboren und aufgewachsen. Für ihn steht die Verbesserung der Ausbildungssituation in den Schulen und Betrieben für Jugendliche mit Migrationshintergrund im Mittelpunkt der Arbeit des bis 2016 gewählten Gremiums: «Es gibt schon viele spezielle Angebote. Jetzt ist es wichtig, dass sich auch die Eltern mehr engagieren», fordert Mura.

Einen «historischen Moment» sah Landrat Elmar Stegmann zu Beginn der Sitzung. Schließlich habe sich der bisherige Ausländerbeirat nicht nur eine neue Bezeichnung gegeben, sondern sei auch auf «neue Beine» gestellt worden.

Statt eines bis zu 60 Mitglieder umfassenden Gremiums bilden nun zehn Bürger mit Migrationshintergrund sowie fünf Kreisräte den neuen Integrationsbeirat. «Wir haben uns dabei an den verschiedenen Kulturkreisen orientiert», so Stegmann. Der neu gewählte Vorsitzende Mura unterstrich: «Jeder von uns ist jetzt für alle Anliegen zuständig. Es gibt in Zukunft keinen türkischen, italienischen oder spanischen Kreis innerhalb des Beirates mehr». Stegmann erinnerte an den kürzlich verstorbenen Alt-Landrat Klaus Henninger.

Er habe den einstigen Ausländerbeirat ins Leben gerufen und sich große Verdienste um die Integration im Landkreis erworben: «Daher ist das Thema bei uns nicht neu. Schon vor vielen Jahrzehnten wurde erkannt, wie wichtig ein gutes Zusammenleben ist. Wir werden nicht erst jetzt aktiv, wo es sich scheinbar um ein Modethema handelt». Kennengelernt haben sich die 2010 gewählten Mitglieder des Integrationsbeirates bereits bei einer Klausurtagung. Mit ihrer Arbeit beginnen sie auf ihrer nächsten Sitzung am 29. März.

Besetzung der Gremien

Die Wahlen und die Besetzung verschiedener Gremien standen im Mittelpunkt der konstituierenden Sitzung. Der neue Vorsitzende Mura lebt in Lindau, ist verheiratet und hat drei Kinder. Er arbeitet als Werkstattleiter in der Bootsbranche. Mura gehörte auch dem bisherigen Ausländerbeirat an und war dort zuletzt stellvertretender Vorsitzender. Ihm zur Seite gewählt wurde Süleyman Arican als Stellvertreter. Der 43-Jährige ist in der Türkei geboren und 1974 nach Deutschland gekommen. Aufgewachsen ist er in Nordrhein-Westfalen. 1992 kam er nach Lindau. Hier arbeitet der verheiratete Vater von zwei Kindern inzwischen als Postzusteller. Ihm ist es ein besonderes Anliegen, das Verständnis zwischen den Menschen, Kulturen und Religionen zu fördern.

Verschiedene Arbeitskreise

Als Delegierter zur Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeirate Bayerns (Agaby) wurde Michail Giftakis, der diese Funktion auch zuletzt inne hatte, gewählt. Zudem werden Vertreter in verschiedene Gremien des Kreises entsandt: Silham Atiya und Galina Haan (Steuerungskreis «Bildung im Fokus»), Virgina Nemet (Arbeitskreis «Wege aus der Gewalt»), Silham Atiya (Begleitausschuss «Stärken vor Ort»), Amadou Bokoum (Sprachförderung in Lindenberg) und Catherine Dupuis (Sprachförderung «Wurzeln»).

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