Verkehr
Am Bahnübergang Stockenweiler ist abends bis zu 20 Minuten Warten angesagt

Er rollt und rollt und rollt: der Verkehr auf der B 12. Am höhengleichen Bahnübergang in Stockenweiler ist dann allerdings oft Pause angesagt, sorgen hier doch die teilweise langen Schrankenschließzeiten für einen ordentlichen Rückstau. Ein neuralgischer Kreuzungspunkt, an dem es schon einen tödlichen Unfall und einige Fast-Unfälle gab.

Einer, der im Oktober nächsten Jahres durch die Verlegung der B 12 in südlicher Richtung und eine Unterführung unter der Bahn beseitigt werden soll.

Bis zu diesem Zeitpunkt müssen die Autofahrer mit den Schließzeiten leben. Bis zu 20 Minuten kann es beispielsweise abends gegen 20.30 Uhr dauern, wenn die Schranken unten bleiben, bis insgesamt drei Züge den Übergang passiert haben.

Ansonsten kommt man, << wenn es ganz gut läuft >>, mit fünf bis sechs Minuten davon, so Hergensweilers Bürgermeister Georg Betz.

Häufig kreuzen sich die aus Lindau und Hergatz kommenden Züge fast zeitgleich in Höhe Stockenweiler. Aber es läuft eben nicht immer ganz gut. Also weichen Autofahrer, die sich auskennen, in den vergangenen Jahren zunehmend auf eine andere Strecke aus: die Dorfstraße, die von Stockenweiler nach Hergensweiler führt.

Eine schmale Straße, Teil des Bodensee-Königssee-Radwegs, gerne genutzt auch von Wanderern oder Hundebesitzern zum Gassi gehen.

Hier fahren täglich rund 1050 Kraftfahrzeuge durch, wie die Verkehrszählungen der Gemeinde im vergangenen Jahr ergaben. Somit ist die Dorfstraße - den Durchgangsverkehr mitgerechnet - quasi zur dritten Zufahrt von der B 12 zum Hauptort geworden.

Das zeigen auch die Vergleichszahlen: Bei der Abzweigung Pfänderstraße im Ort lag der Maximalwert bei 1370 Fahrzeugen innerhalb 24 Stunden, bei der Altmannstraße waren es 971. Die B12 selbst wird laut Verkehrszählung des Straßenbauamts Kempten von 6500 Fahrzeugen frequentiert.

<< Es hat zugenommen >>, meint ein Anwohner zum Verkehr in der Dorfstraße. Er hat aber auch festgestellt, dass sich die Autofahrer recht kulant gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern verhalten und die Ausweichstellen nutzen, um entgegenkommende Fahrzeuge vorbeizulassen.

Vor allem im Dorf beschwere man sich über die zunehmende Verkehrsbelastung, so der 65-Jährige. Denn es seien auch Autofahrer aus umliegenden Gemeinden, die die Dorfstraße als Ausweichstrecke für die B12 nutzten.

Wie er rechnen auch Doris und Hans Tieber damit, dass der Verkehr in der Dorfstraße und innerorts durch die Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs zurückgeht. Doris und Hans Tieber sehen aber ein anderes Problem: Dass durch die Erweiterung des Baugebiets Dorfstraße die Zahlen wieder nach oben gehen.

Anwohner wünschen Entlastung

Ihnen geht es nicht ums Hochpuschen des Themas Baugebiet. Aber wenn ein solches komme, müsse zuerst die Entlastungsstraße her. Erstes Ziel müsse es sein, den Verkehr im Ort zu vermindern, sagt Doris Tieber. Vor allem im Bereich Friedhofsweg, an dem Schule und Kindergarten liegen.

Ohne Entlastungsstraße werde das nicht erreicht. Nach den Zahlen der Gemeinde vom vergangenen Jahr befahren täglich 846 Fahrzeuge den Friedhofsweg. Entschieden zu viel, meinen seit langem schon Anwohner wie Elisabeth und Werner Nuber.

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