Kriminalität
81 Prozent aller Straftaten in Lindau aufgeklärt

Als 'relativ unspektakulär' stuft Leiter Reinhard von der Grün die Jahresbilanz 2011 der Kriminalpolizei Lindau ein. Die für den gesamten Landkreis zuständigen Beamten mussten zwar mehr Straftaten bearbeiten (529) als im Vorjahr (416), doch Grund zur Sorge ist das für den Kripo-Chef nicht. Die Steigerung liegt vor allem am Plus in den Bereichen Betäubungsmittelkriminalität (+49) und Vermögensdelikte (+63). 'Bei Drogen ist es immer ein Auf und Ab', sagt von der Grün. Die Aufklärung solcher Straftaten benötigen häufig eine lange Vorlaufzeit, sodass auf ein Jahr der Vorarbeit meist ein Jahr der Zugriffe folgt.

'2011 haben wir viele Fälle abgearbeitet.' Bei den Vermögensdelikten spiele das Internet eine große Rolle. 'Das wird jedes Jahr schwieriger. Viele Betrüger tarnen sich, setzten Verschleierungssoftware ein oder nutzten Server in Moskau oder auf Jamaika.'

Im statistischen Durchschnitt

Insgesamt, stellt von der Grün fest, liegen die im Jahr 2011 festgestellten Zahlen im langjährigen statistischen Durchschnitt und innerhalb der jährlichen Schwankungsbereiche. Dazu zählt er beispielsweise auch die 270 festgestellten Tatverdächtigen (–8), wobei die Zahl weiblicher Verdächtiger rückläufig ist.

Der Anteil ausländischer Tatverdächtiger ist von 32 auf 22,6 Prozent und damit unter den langjährigen Durchschnitt von 25 Prozent gesunken. Im Zuge der Ermittlungen hat die Kripo 71 Personen erkennungsdienstlich behandelt, es wurden also Fotos von ihnen gemacht und Fingerabdrücke genommen. Bei 44 davon wurde außerdem eine DNA-Probe veranlasst.

Erfreulich für von der Grün ist die Aufklärungsquote seiner Beamten: Mit 81,3 Prozent liegt sie deutlich über dem Vorjahresergebnis von 73,1 Prozent und ist 'am oberen Ende der längerfristigen Vergleichszahlen angesiedelt'.

Außerdem hatte die Kripo 33 Sterbefälle (davon acht Unfalltote, 14 Suizide, zwei 'Bodenseeleichen' und elf Obduktionen) zu bearbeiten sowie 22 Brandfälle. Dabei war ein Sachschaden in Höhe von 1,02 Millionen Euro entstanden. Außerdem haben sich die Fälle von Zahlungsmittelfälschungen auf 40 verdoppelt. 'Das war keine Serie, sondern verschiedene unterschiedliche Fälle von Falschgeld', berichtet von der Grün.

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