Polizei
Bundespolizei nimmt Schleuser am Lindauer Bahnhof fest

Bundespolizisten haben am Montag (18. Mai) einen mutmaßlichen somalischen Schleuser am Bahnhof Lindau festgenommen. Der 29-Jährige war in Begleitung einer erst 16 Jahre alten Landsmännin. In seinem Auto hatte er das Mädchen unerlaubt nach Deutschland gebracht.

Als Gegenleistung für seine Schleuserdienste hatte der Mann offenbar Sex mit der 16-Jährigen vereinbart. Lindauer Fahnder kontrollierten die beiden somalischen Staatsangehörigen Montagnachmittag am Lindauer Bahnhof. Während der Mann schweizerische Flüchtlingspapiere vorlegte, hatte das Mädchen keine Dokumente dabei.

Beide mussten den Beamten wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise zum Bundespolizeirevier folgen. Dort gab die 16-Jährige nach einigem Zögern an, dass sie von ihrem Begleiter im Auto von der Schweiz nach Deutschland mitgenommen worden war. Anschließend habe er ihr ein Zugticket für die Weiterreise Richtung Ludwigshafen organisiert.

Als Gegenleistung für seine Dienste hätte der 29-Jährige Sex gefordert und dafür ein Hotelzimmer reserviert. Da die junge Frau unbedingt nach Schweden zu ihrer Mutter kommen wollte, hatte sie dem Handel zugestimmt. Der Somalier bestritt, dass es zum Beischlaf gekommen sei.

Er habe das Mädchen zufällig getroffen und ihr helfen wollen. Als sie den Sex ablehnte habe er sie nicht weiter bedrängt. Erste Ermittlungen ergaben, dass der 29-Jährige bereits im vergangenen Jahr wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt worden war.

Auch jetzt wird er sich nicht nur wegen seiner eigenen unerlaubten Einreise, sondern auch wegen des Einschleusens strafrechtlich verantworten müssen. Auf Entschluss der Staatsanwaltschaft wurde der Somalier auf freien Fuß gesetzt.

Die junge Somalierin erlitt einen Nervenzusammenbruch und wurde zunächst ins Klinikum Lindau eingeliefert. Schließlich konnte sie an die Münchner Flüchtlingsstelle weitergeleitet werden.

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