Meinung
Kommentar von Redakteurin Ingrid Grohe zu den Misshandlungs-Vorwürfen der Lindauer Exilio-Chefin

Wenn Flüchtlinge von deutschen Polizisten misshandelt werden, ist das ungeheuerlich – und die Verantwortlichen müssen belangt werden. Keine Frage. Viele Fragen aber werfen die Spekulationen auf, die Gisela von Maltitz in den Raum stellt.

Zum einen sind die Fakten des von ihr vor elf Jahren keineswegs eindeutig, geschweige denn belegt: Unserer Zeitung liegen unterschiedliche Schilderungen des genannten Abschiebeversuchs vor, und die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren eingestellt.

Zum anderen gibt es – entgegen den Andeutungen der Exilio-Chefin – keinerlei Verbindung dieses Vorfalls mit Elmar Stegmann, dem damaligen Leutkircher OB. Weder hatte Stegmann mit Abschiebungen zu tun, noch war er gegenüber der Ortspolizei weisungsbefugt. Was also soll das Gefasel von einer 'alten Rechnung' aufgrund angeblicher Misshandlungen?

Die Vermutung liegt nahe, dass es sich schlicht um ein dreistes Manöver handelt, mit dem Gisela von Maltitz von der Kritik an ihrer Person und an Exilio ablenken möchte. Dieses Vorgehen macht sie nicht glaubwürdiger.

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