Special Blaulicht SPECIAL

Vermeintlicher Lottogewinn
Täter betrügen Memminger (26) um 1.750 Euro

Unbekannte haben einen Memminger um 1.750 Euro betrogen (Symbolbild).
  • Unbekannte haben einen Memminger um 1.750 Euro betrogen (Symbolbild).
  • Foto: Chris Marquardt
  • hochgeladen von Lisa Hauger

Unbekannte Täter haben einen 26-Jährigen aus Memmingen um 1.750 Euro betrogen. Sie spielten ihm einen vermeintlichen Lottogewinn vor, berichtet die Polizei in einer Mitteilung. 

Demnach gab sich ein Mittäter bereits Ende Mai am Telefon als Stuttgarter Staatsanwaltschaft aus. Er forderte den Memminger auf, 950 Euro für eine angebliche Mitgliedschaft bei einer Lotterie auf ein Konto im Ausland zu überweisen. Andernfalls müssten die Forderungen mit wesentlich höheren Gebühren über einen Anwalt bzw. über ein Gericht betrieben werden. 

Wenige Tage später erhielt er einen weiteren Anruf der angeblichen Lotteriegesellschaft. Am Telefon teilte ein Unbekannter dem 26-Jährigen mit, dass er 16.000 Euro in der letzten Ziehung gewonnen habe. Er müsse allerdings im Vorfeld eine Überweisung von mehreren hundert Euro durchführen. Als Grund nannte der Betrüger eine Bearbeitungsgebühr für die Abwicklung der Gewinnauszahlung. 

Der Mann nahm daraufhin beide Zahlungen vor. Als er keine Rückmeldung erhielt, meldete er den Vorfall der Polizei. Bis heute hat der 26-Jährige von den Betrügern nichts mehr gehört.

Laut Polizei bietet selbst eine Überprüfung der Anrufernummer oft keine ausreichende Garantie dafür, dass es sich bei dem Gesprächspartner tatsächlich um den Vertreter der angegebenen Firma oder Behörde handelt. Die Betrüger sind in der Lage, die Telefonnummern technisch zu manipulieren.

Vermeintlicher Glücksspielgewinn in Legau 

In Legau haben Unbekannte versucht, eine Rentnerin zu betrügen. Sie wurde jedoch misstrauisch, so die Polizei. 

Am Dienstag haben Betrüger einer 56-jährige Rentnerin am Telefon einen Glücksspielgewinn von 39.000 Euro vorgetäuscht. Der Anrufer forderte für die Gewinnauszahlung eine Vorauszahlung einer Sicherheitsgebühr von 600 Euro. 

Wie die Polizei weiter mitteilt, trug der Anrufer der gutgläubigen Frau auf, in einem Supermarkt Wertkarten (auch Guthaben- oder Prepaidkarten) zu kaufen. Die freizurubbelnden Codes darauf sollte die Frau telefonisch durchgeben. Die Täter forderten die Dame auf, weitere Codes zu übermitteln. Die Geschädigte wurde schließlich misstrauisch und meldete den Vorfall der Polizei. 

Was kann ich tun, wenn ich angeblich gewonnen habe? Tipps der Polizei

  • Machen Sie sich bewusst: Wenn Sie nicht an einer Lotterie teilgenommen haben, können Sie auch nichts gewonnen haben.
  • Geben Sie niemals Geld aus, um einen vermeintlichen Gewinn zu erhalten. Zahlen Sie keine Gebühren oder wählen gebührenpflichtige Rufnummern (Vorwahl: 0900, 0180, 0137…)
  • Machen Sie keinerlei Zusagen am Telefon.
  • Geben Sie keine persönlichen Informationen preis: keine Adressen, Kontodaten, Kreditkartennummern oder ähnliches
  • Weisen Sie unberechtigte Geldforderungen zurück.
  • Wenn Sie meinen, Opfer eines Betruges oder Betrugsversuchs geworden zu sein, erstatten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei.

Die Polizei informiert

Anrufer geben sich als Rechtsanwälte aus

Sie melden sich zumeist per Telefon - manchmal auch per E-Mail- bei ihren Opfern und behaupten, diese hätten bei einem Gewinnspiel eine hohe Summe, einen hochwertigen Pkw oder andere Sachwerte gewonnen. Allerdings könne der Gewinn nur nach Zahlung einer Bearbeitungsgebühr übergeben werden. Die Anrufer geben sich häufig als vermeintlich vertrauenswürdige Personen, wie „Rechtsanwälte“ aus. Zielgruppe sind zumeist Senioren. Die Täter operieren überwiegend aus dem Ausland. Die Anrufer sind in Gesprächsführung geschult und wirken deshalb überzeugend.

Täter täuschen seriöse Rufnummern vor

Sie melden sich zumeist per Telefon - manchmal auch per E-Mail- bei ihren Opfern und behaupten, diese hätten bei einem Gewinnspiel eine hohe Summe, einen hochwertigen Pkw oder andere Sachwerte gewonnen. Allerdings könne der Gewinn nur nach Zahlung einer Bearbeitungsgebühr übergeben werden. Die Anrufer geben sich häufig als vermeintlich vertrauenswürdige Personen, wie „Rechtsanwälte“ aus. Zielgruppe sind zumeist Senioren. Die Täter operieren überwiegend aus dem Ausland. Die Anrufer sind in Gesprächsführung geschult und wirken deshalb überzeugend.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen