Jubiläum
20 Jahre Feneberg-Marke "VonHier" - Hoffest bei Familie Heinle in Moos bei Legau

20 Jahre Feneberg-Marke "VonHier" - Hoffest bei Familie Heinle in Moos bei Legau
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  • Foto: Franz Kustermann
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Mit dem Fleisch von 30 Allgäuer Biorindern hatte 1998 alles angefangen. „Das war in sechs Wochen ausverkauft“, erinnert sich Hannes Feneberg, Geschäftsführer des Kemptener Lebensmittelunternehmens Feneberg, an die Geburtsstunde der Von-Hier-Schiene. Am Wochenende feierte die regionale Biomarke, die es in dieser Konzeption kein zweites Mal in Deutschland gibt, ihren 20. Geburtstag.

500 Gäste, darunter viele Erzeuger und Partner des markanten Biolabels, ließen die Fenebergs beim Festabend in Legau (Unterallgäu) für deren unternehmerischen Mut und Weitsicht hochleben. Die Familie wiederum verneigte sich tief vor dem Einsatz, dem Qualitätsanspruch und der Firmentreue der Vertragspartner: „Wir sagen allen von Herzen danke!“

Über 600 Landwirte und mehr als 40 Verarbeitungsbetriebe sorgen inzwischen dafür, dass in den Feneberg- und Kaufmarkt-Filialen über 400 verschiedene Von-Hier-Produkte zu finden sind. Ob Äpfel, Fleisch, Öl, Milch, Saft, Nudeln, Schnaps, Wurst oder Ziegenkäse – alles wird in einem Radius von 100 Kilometern um Kempten nach strengen Biokriterien angebaut oder hergestellt.

1998, als ökologisch produzierte Lebensmittel in Supermärkten noch Exoten waren, habe er zahlreiche Skeptiker überzeugen müssen, sagte Hannes Feneberg. „Da hat die Allgäuer Sturheit manchmal gute Dienste geleistet“, sagte er augenzwinkernd. Damals habe noch niemand ahnen können, welch steile Entwicklung diese Produktsparte nehmen würde. „Heute wäre unsere Firma ohne Von-Hier-Produkte nicht mehr vorstellbar.“

Diese Bioschiene macht inzwischen etwa zehn Prozent des Lebensmittel-Umsatzes in den rund 80 Märkten aus. Ein besonderes Kompliment zollte Hannes Feneberg dem Von-Hier-Motor und Wegbereiter Ernst Wirthensohn sowie dem verstorbenen Ideengeber Adi Sprinkart.

Der 79-jährige Wirthensohn, dessen Von-Hier-Buch beim Festakt vorgestellt wurde, brach einmal mehr eine Lanze für eine partnerschaftliche Landwirtschaft, deren Maxime das verlässliche Miteinander, nicht das ständige Wachstum sei. „Unter dem Dach sicherer Preise konnten sich die Von-Hier-Bauern innovativ entwickeln.“

Der freiberufliche Landwirtschaftsberater lobte, mit wie viel Herzblut Hannes Feneberg seine Idee vorangetrieben habe – eine Idee, die als Modell für ale Regionen Europas dienen könne.
Der Oberallgäuer Ex-Landrat Gebhard Kaiser nannte die Von-Hier-Schiene eine Erfolgsgeschichte für Landwirte, Region und Umwelt. „Sie ist eine Heimatmarke, die für eine Lebenseinstellung steht und Landwirten eine faire Bezahlung sichert“.

Daher würde er sich viele Nachahmer wünschen. Das Wochenende klang mit dem traditionellen Von-Hier-Hoffest aus. Tausende Besucher strömten dabei zum Biohof Heinle in Legau.

Den Artikel finden Sie auch in der Montagsausgabe der Memminger Zeitung vom 17.09.2018.

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