Eishockey
ERC Lechbruck scheitert im Play Off-Viertelfinale

Zahlreiche Lechbrucker Anhänger unterstützten die Flößer in Peiting. Am Ende hat es nicht gereicht, aber der ERC kann stolz auf eine starke Saison sein.
  • Zahlreiche Lechbrucker Anhänger unterstützten die Flößer in Peiting. Am Ende hat es nicht gereicht, aber der ERC kann stolz auf eine starke Saison sein.
  • Foto: ERC Lechbruck
  • hochgeladen von Manfred Sitter

Saisonende für die Flößer! Auch am Sonntag in Peiting hatte der ERC gegen die SG Bad Bayersoien/Peiting 1b das Nachsehen und verlor mit 0:4. Damit scheiden die Lecher bereits im Viertelfinale aus. Erneut lockte das Lokalderby viele Anhänger beider Vereine an: 350 Zuschauer sorgten für eine Rekordkulisse für den gastgebenden ESV Bad Bayersoien, darunter dürfte knapp die Hälfte aus Lechbruck gewesen sein.

Die Mannschaft von ERC-Trainer Jörg Peters hatte sich viel vorgenommen: Die Fehler aus dem Freitagspiel sollten sich nicht wiederholen und gleichzeitig wollte man selbst mehr Akzente setzen und das eigene Spielsystem mit viel Tempo durchsetzen. Mit entsprechend großem Einsatz ging es auch gleich von Beginn an zur Sache. Der ERC tat erneut wieder mehr für die Offensive als die Hausherren. Diese spielten konsequent aus einer sicheren Defensive heraus und versuchten den steilen Pass auf die einzige Spitze. Es trafen somit taktisch zwei völlig unterschiedliche Systeme aufeinander. Und wie schon am Freitag machte Bayersoien den ersten Stich: In der 3. Minute störten die Hausherren den Spielaufbau der Flößer, schnappten sich die Scheibe und ließen Lukas Bauer im ERC-Tor keine Chance – 1:0 durch Martin Maier. Weiterhin setzten die Lecher auf Offensive und suchten ihr Heil in einem Sturmlauf auf das Tor von Martin Ullsperger. Doch dieser hatte auch am Sonntag wieder einen guten Tag erwischt und dazu kam auch noch das Glück des Tüchtigen. Er hielt in den brenzligen Situationen die SG Bad Bayersoien/Peiting schadlos. In der 13. Minute dann erneut ein Scheibenverlust an der blauen Linie und zwei Soier laufen allein auf Lukas Bauer zu – 2:0 durch Florian Barth.

Im zweiten Drittel zeigte sich der ERC entschlossener, es war spürbar, dass ein Ruck durch die Blau-Weißen ging. Es war nun ein hartumkämpftes Match, die Lecher versuchten die Kontrolle über das Spiel zu bekommen, was teilweise gelang. Immer wieder setzte sich der ERC im Drittel der Soier fest, doch ließ er zwingende Torschüsse vermissen. Zu stabil und abgeklärt agierte die SG Bad Bayersoien/Peiting in der Defensive. Und dann kam es wie es kommen mußte: Der Vorwärtsdrang der Flößer entblößte wieder die Abwehr, was die Hausherren in der 37. Minute mit einem Konter zum 3:0 durch Florian Barth nutzen konnten.

Im letzten Drittel mussten die Lecher alles auf eine Karte setzen und versuchen mit einem schnellen Anschlusstreffer noch einmal das Ruder herumzureißen. Es war nun über weite Strecken ein Spiel auf ein Tor, wobei sich der ERC oftmals durch unpräzises Passspiel, allgemeine Unsicherheiten und Strafzeiten blockierte. Dennoch brachte man des Öfteren die SG Bad Bayersoien/Peiting gewaltig ins Schwimmen, doch entweder war Martin Ullsperger Retter in höchster Not oder man scheiterte an den eigenen Nerven. Zu allem Überfluss erkannte das Schiedsrichtergespann einen Treffer des ERC in der 50. Minute aufgrund von hohem Stock nicht an. Die Lecher rannten weiter an, doch die Zeit lief ihnen nun davon. Das Soier Tor blieb weiterhin wie zugenagelt und als dann erneut Florian Barth mit seinem dritten Kontertor in der 57. Minute mit 4:0 den Deckel drauf machte war die Freude bei den ESV-Anhängern nicht mehr aufzuhalten.

Der ERC Lechbruck verabschiedet sich damit früher als gedacht, aber völlig verdient, aus den Play Offs und gratuliert der SG Bad Bayersoien/Peiting 1b zum Einzug ins Halbfinale. Vorsitzender Manfred Sitter zum Spiel: „Es ist sehr schade, aber wir haben zu akzeptieren, dass wir auf einen Gegner getroffen sind, der uns den Zahn gezogen hat. Hut ab vor Bad Bayersoien/Peiting, sie haben sich taktisch sehr gut auf uns eingestellt und dies über zwei Spiele exzellent umgesetzt. Unser Spiel kam nicht wie gewohnt zur Geltung und es hat auch das Glück gefehlt. So ist das manchmal im Sport. Nun heißt es für uns dieses Ergebnis erstmal sacken zu lassen, danach werden wir wieder aufstehen und unsere Hausaufgaben für die kommende Saison machen. Ich möchte aber auch betonen, dass wir am Ende einer sehr erfolgreichen und schönen Spielzeit stehen. Wir haben uns den Gruppensieg geholt, unser Zuschauerschnitt war top und unser Team hat uns sehr viel Freude bereitet. Darauf wollen wir aufbauen. Ich bedanke mich im Namen der Vorstandschaft bei allen, die in irgendeiner Art und Weise zu diesem Erfolg beigetragen haben.“

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