Eishockey
ERC Lechbruck erobert die Tabellenspitze

Die Flößer jubeln über die Tabellenführung in der Eishockey-Bezirksliga.
  • Die Flößer jubeln über die Tabellenführung in der Eishockey-Bezirksliga.
  • Foto: ERC Lechbruck
  • hochgeladen von Manfred Sitter

An Heilig Drei König stand für die Flößer das Auswärtsspiel beim EV Königsbrunn auf dem Programm. Mit einem 6:1-Pflichtsieg gegen das Tabellenschlusslicht konnten die Lecher dabei die Tabellenführung zurückerobern. Am Freitag folgt gegen denselben Gegner bereits das Rückspiel im Lechparkstadion.

Die Flößer taten sich anfangs merklich schwer gegen kampfstarke Pinguine, die die Angriffe des ERC immer wieder zu stören verstanden. Optisch klar überlegen, wurden zahlreiche Torchancen vergeben und so dauerte es bis zur 18. Minute, als Stefan Dubitzky auf Zuspiel von Lukas Fischer und Marek Hatas endlich das Abwehrbollwerk der Hausherren zum 1:0 durchbrechen konnte. Mit diesem knappen Vorsprung ging es in die erste Pause und so richtig konnte sich noch keine Zufriedenheit im Lager des ERC breit machen.

Der zweite Spielabschnitt begann dann verheißungsvoll: Jonas Seitz bediente Lukas Zugmaier und schon stand es 2:0 für die Blau-Weißen (22.). Die Flößer drängten nun mit Tempo auf das Königsbrunner Tor und erspielten sich im Minutentakt eine hochkarätige Torchance nach der anderen. Doch im Abschluss hatte der ERC eine kollektive Ladehemmung. Einschussmöglichkeiten die für drei Spiele reichen würden, wurden teils haarsträubend vergeben. Aber die Truppe von ERC-Trainer Jörg Peters machte unaufhörlich weiter Druck auf das Tor von Pinguin-Keeper Jürgen Schuhmaier und so war es nur eine Frage der Zeit, wann der nächste Treffer für Lechbruck fallen sollte. So war es dann in der 36. Minute endlich soweit: Der ERC in Unterzahl, startete einen Entlastungskonter über Matthias Köpf, der auf Fabian Bacz spielte und dieser den völlig frei vor dem EVK-Tor stehenden Patrick Völk bediente. Völk zimmerte das passgenaue Anspiel mit einem Schlagschuss unhaltbar in die Maschen zum 3:0. Dann erneut die Lecher in Unterzahl, wiederum ein Konter diesmal über Marek Hatas, der auf Kristian Kavecky serviert und dieser auf 4:0 erhöht (39.). Manch einer der mitgereisten ERC-Fans grübelte nun scherzhaft darüber nach, ob es nicht besser wäre fortan mit einem Mann weniger zu spielen, aber zu dieser taktischen Finesse ließ sich Jörg Peters dann doch nicht hinreißen.

Im letzten Drittel kontrollierten die Flößer weiterhin das Geschehen, doch die Chancenverwertung sollte an diesem Abend nicht mehr der Freund der Gäste werden. Nachdem äußerst großzügig Chancenwucher betrieben worden war, beste Kombinationen nicht erfolgreich zum Abschluss gebracht wurden, stand auf einmal mitten im Gewühl vor dem Pinguingehäuse Dominik Kösl goldrichtig und schiebt Goalie Schuhmaier den Puck zwischen die Beine ins Tor zum 5:0 in der 54. Minute. Standesgemäß wurde es dann in der 55. Minute durch den Treffer von Marcus Köpf zum 6:0 für den ERC Lechbruck. Als dann alle mit dem zweiten Shutout von Patrick Dietl rechneten, machte Samuel Neumann diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung und erzielte in der letzten Spielminute den Ehrentreffer für die Pinguine. Auch wenn die Lecher in diesem Spiel weitaus mehr Tore hätten erzielen können (müssen), am Ende überstrahlte der Jubel über die Tabellenführung dieses Manko und die ERC-Cracks ließen sich zurecht feiern. Der ERC ist nun auf dem ersten Platz mit zwei Punkten Vorsprung vor dem ESV Türkheim, der bereits ein Spiel mehr absolviert hat.

Manfred Sitter: „Es ist eine schöne Momentaufnahme, diese genießen wir jetzt bis Donnerstag. Unsere Mannschaft ist gut beraten, weiterhin von Spiel zu Spiel zu denken. Ab Freitag sind wir nun die Gejagten und die Wochen der Wahrheit liegen noch vor uns.“

Strafzeiten:
EVK 12
ERC 14 + 10 Min. Disziplinarstrafe

Nächstes Spiel:
Freitag, 10.01.2020, 19:30 Uhr: ERC Lechbruck – EV Königsbrunn

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