Studie
Langenarger Forscher untersuchen, wie Mikroplastik in heimische Fische gelangt

Aktiv oder per Zufall: Die Fischereiforschungsstelle hat untersucht, wie heimische Fische Plastik aufnehmen.
  • Aktiv oder per Zufall: Die Fischereiforschungsstelle hat untersucht, wie heimische Fische Plastik aufnehmen.
  • Foto: FFS
  • hochgeladen von Lisa Hauger

Die baden-württembergische Fischereiforschungsstelle (FFS) in Langenargen hat in einer Studie untersucht, ob heimische Fische Mikroplastik mit Nahrung verwechseln und wie verbreitet dieser Aufnahmepfad ist. Das geht aus der Dienstagsausgabe der Allgäuer Zeitung (AZ) hervor.

Das Ergebnis: "Räuberische Fische wie Äsche oder Forelle verwechseln regelmäßig Mikroplastik mit Nahrung", so die Zeitung. Fischarten mit ausgeprägtem Geschmackssinn wie Karausche oder Karpfen unterscheiden hingegen "effektiv zwischen Nahrung und Mikroplastik", heißt es weiter in der AZ.

Dabei kommt es laut FFS darauf an, wie die Fische ihre Nahrung finden: Bodennah lebende Arten suchen ihre Nahrung im oder auf dem Gewässerboden. Sie nehmen sich Zeit und probieren ihre Nahrung, bevor sie sie verschlucken. Räuberische Fischarten hingegen schnappen "blitzschnell" zu, heißt es weiter in der Zeitung. Sie verlassen sich bei der Nahrungsaufnahme vor allem auf das Aussehen: Die Farbe der Beute ist entscheidend. Ist das Mikroplastik dann noch ähnlich groß wie die Nahrung, kann es zu einer Verwechslung kommen.

Alle Fischarten nehmen aber auch Mikroplastik zufällig auf, etwa, wenn die Kunststoffpartikel in der Nähe der Nahrung sind und es die Fische zufällig verschlucken. Das habe die weitere Analyse der Daten ergeben. 

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Dienstagsausgabe des Westallgäuers vom 31.03.2020.

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