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CSU Oberallgäu stellt sich den Herausforderungen der Zukunft
Kein weiter so in der Verkehrspolitik

Präsentationsfahrt eines elektrohybriden Batteriezugs der ÖBB im Echtbetrieb, mit dabei die CSU Kreisräte Rainer Hoffmann und stv. Fraktionsvorsitzender Thomas Wurmbäck.
  • Präsentationsfahrt eines elektrohybriden Batteriezugs der ÖBB im Echtbetrieb, mit dabei die CSU Kreisräte Rainer Hoffmann und stv. Fraktionsvorsitzender Thomas Wurmbäck.
  • Foto: privat
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Kaum einer kann mehr die Augen davor verschließen, dass der Individualverkehr im Oberallgäu an seine Grenzen gestoßen ist. Ob der morgendliche Stau in den Einfallstraßen nach Kempten, der Ausflugsverkehr auf der B 19 südlich von Sonthofen oder der Dauerstau auf der Stadtspange in Immenstadt sind einige Beispiele, welche die Situation beschreiben. Die Folge sind aber nicht nur gestresste Autofahrer, sondern auch eine Vielzahl von verärgerten Anwohnern an Schleich- und Nebenstrecken.

Die Lösung dieser Probleme kann sicher nur noch partiell im weiteren Ausbau des Straßennetzes gesehen werden. Eine echte Chance die Anzahl der Pkw-Fahrten zu reduzieren, liegt in der Förderung von Fahrgemeinschaften durch die vermehrte Schaffung von Mitfahrerparkplätzen. Ein solches Projekt entsteht gerade für über 80 Fahrzeuge am neu gebauten Kreisel in Immenstadt/Stein. Mit der Einführung eines 100-Euro-Tickets für Bus und Bahn im Oberallgäu ist sicher ein erster Schritt getan, um die Menschen zum Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn zu bewegen. Solange aber kein attraktives Angebot im ÖPNV vorhanden ist, hilft das beste Ticket nichts.

Attraktiver ÖPNV für Tourismus und Berufspendler

Das Herzstück eines attraktiven ÖPNV im Allgäu muss die Bahn sein. Diese macht aber hauptsächlich mit Negativschlagzeilen, wie dauerhaften Zugausfällen, heruntergekommenen Bahnhöfen und einer nicht mehr zeitgemäßen Dieseltechnik von sich zu sprechen. Eine Stärkung der Bahn ist aber sowohl für den Tourismus als auch für die Berufspendler von besonderer Bedeutung.

Um aus der Dieselfalle herauszukommen, muss der Einsatz von elektrohybriden Batteriezügen wie diese in Österreich bereits im Regelbetrieb im Einsatz sind, vorangetrieben werden. Der Einsatz dieser Technologie auf der Allgäubahn stellt eine echte Perspektive als Brückentechnologie dar, da sowohl der Fahrdraht zwischen München und Buchloe, sowie Hergatz und Lindau effektiv genutzt werden kann, als auch ein leistungsstarker und umweltfreundlicher batteriebetriebener Antrieb auf den nicht-elektrifizierten Bereichen zur Verfügung steht. Besonders wichtig ist, dass diese Technik nicht im Widerspruch zu einer Elektrifizierung steht und auch ein abschnittsweises Vorgehen in einem ersten Schritt bis Kempten ermöglicht.

Wenn das 100-Euro-Ticket ein Erfolg werden soll, muss aber neben der Stärkung der Bahn auch das Busangebot insbesondere im mittleren Landkreis deutlich verbessert werden. Ein erster Schritt wäre hier eine stündliche Verbindung vom Bahnhof Immenstadt zum Bahnhof Martinszell. Es muss uns jedoch auch klar sein, dass in den zersiedelten Gebieten unseres Landkreises viele Dörfer auch zukünftig auf das Auto angewiesen sein werden. Um diesen Menschen den Umstieg auf den ÖPNV zu erleichtern, müssen in den zentralen Orten kostenlose Park and Ride Parkplätze angeboten werden.

E-Mobilität

Eine Alternative zum Auto im ländlichen Raum stellt auch die vermehrte Nutzung von E-Bikes dar. Die Gemeinden sind daher aufgefordert, ausreichend Ladestationen und geeignete Radwege bereit zu halten. Ein Vorzeigeprojekt für E-Mobilität mit dem Fahrrad könnte der geplante Radweg entlang der Staatstraße 2005 von Immenstadt nach Missen sein.

Text: Thomas Wurmbäck
Stv. Fraktionsvorsitzender CSU Kreistagsfraktion

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