Mindelheim / Wolfsburg
WM in Deutschland schon im Hinterkopf

2Bilder

Obwohl die Saison in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) noch jung ist, gibt es schon einen großen Gewinner. Der Mindelheimer Jochen Reimer (Grizzly Adams Wolfsburg) ist mit einem Gegentorschnitt von 2,18 Toren derzeit der beste Torhüter der Liga. Mit seinen starken Leistungen führte der 24-Jährige seine Wölfe in das obere Tabellendrittel und klopft zudem an die Tür zur Nationalmannschaft. Wir haben mit Reimer, der am Freitag in Köln sein 50. DEL-Spiel bestreitet, gesprochen.

Vor der Saison hat Ihr Trainer Toni Krinner einen Zweikampf um den Platz im Tor zwischen Ihnen und Daniar Dshunussow ausgerufen. Hat Sie das beflügelt?

Jochen Reimer: Ich bin hierher gekommen, um die Nummer eins zu werden. Dshunussow war in der Vorbereitung besser, doch seit dem zweiten Spieltag stehe ich im Tor und habe nun die Nase vorn. Wir haben jedoch beide für zwei Jahre Vertrag und solange wird es wohl auch diesen Konkurrenzkampf geben.

In den vergangenen drei Jahren waren Sie die klare Nummer zwei in Düsseldorf. Wie äußert sich nun für Sie die veränderte Ausgangssituation in Wolfsburg?

Reimer: Der Druck ist natürlich höher. Jetzt erwarten alle von mir, dass ich konstant gut spiele. Aber es macht auch mehr Spaß, Verantwortung zu übernehmen. Aus meiner Zeit beim ESV Kaufbeuren und in München kenne ich diese Situationen aber bereits.

Wie war die Umstellung, von Düsseldorf nach Wolfsburg zu ziehen?

Reimer: Am Anfang war das eine krasse Umstellung. Aber gerade der Allgäuer Teamkollege Sebastian Furchner hat mir bei der Eingewöhnung sehr geholfen. Wenn es dann sportlich so gut läuft wie jetzt, ist alles andere auch einfacher.

Nach der starken Vorsaison ist Ihr Verein wieder oben dabei. Wird Wolfsburg eine Eishockey-Hochburg?

Reimer: Es gibt zwar hier nicht die Tradition wie in Köln, Berlin, Düsseldorf oder Mannheim, aber der Verein ist auf einem guten Weg. Wir haben auch in dieser Saison das Zeug für die Play-offs.

Im Sommer haben Sie erstmals eine Einladung zu einem Nationalmannschafts-Lehrgang erhalten. Ist die Weltmeisterschaft im eigenen Land ein Ziel von Ihnen?

Reimer: Ich war überrascht, dass ich im Focus der Offiziellen bin. Die Verantwortlichen waren nach dem Lehrgang auch sehr zufrieden mit mir. Natürlich ist da die WM im Hinterkopf, aber zunächst muss ich weiter in der DEL gute Leistungen zeigen. Eine Einladung würde ich aber natürlich nicht ablehnen.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen