Kaufbeuren
«Wir müssen keinen fürchten»

Sieben Jahre war Petr Sikora (38) die Identifikationsfigur der Dresdner Eislöwen. Heute erwartet der Routinier mit seinem neuen Klub, dem ESV Kaufbeuren, erstmals seinen alten Arbeitgeber (Beginn 19.30 Uhr). «Ein Spiel in Dresden wäre was besonderes. Aber so sehe ich das nicht so dramatisch», sagt der Angreifer. Diese Haltung rührt schon daher, dass Sikora kaum einen Akteur der Sachsen kennt.

Die von einer Finanzkrise geplagten Eislöwen hatten im Sommer fast die komplette Mannschaft ausgetauscht. «Sehr viel Qualität und einen starken Torhüter», attestiert Joker-Coach Ken Latta dem heutigen Gegner, dem wegen Lizenzverstößen acht Punkte abgezogen werden. Auch im siebten Saisonspiel baut Latta auf die ESVK-Tugenden: «Wir müssen ehrliche, harte Arbeit abliefern.» Außerdem können die Joker auf ihren langen Atem vertrauen. In den ersten sechs Spielen hatte der Tabellenzweite viele Spiele erst spät entschieden und im letzten Drittel ein eindrucksvolles Torverhältnis von 9:1. «Wir sind konditionell gut drauf und unsere Moral ist eine große Stärke», so Sikora. Latta ergänzt: «Erster Schritt ist immer die Defensive. Erst danach kommt der Angriff.»

Erstmals müssen die Wertachstädter an diesem Wochenende eine Reaktion auf eine Niederlage zeigen. Die erste Saisonpleite in Heilbronn ist jedoch aus den Köpfen. «Das haben wir gut weggesteckt», sagt Sikora. Noch länger als die sechs Stunden, die sie nach Heilbronn benötigte, wird die Latta-Truppe am Sonntag im Bus sitzen. Um 18 Uhr sind die Joker zu Gast in Bremerhaven. «Wir müssen mental optimal vorbereitet sein, und das geht schon auf der Fahrt los», so der ESVK-Trainer über die Partie an der Nordsee.

«Wir müssen keinen Gegner fürchten», sagt Sikora, «allerdings werden das zwei ganz schwere Spiele.» Umso wichtiger wird es sein, dass das Überzahlspiel, das Sorgenkind der Joker, in Tritt kommt. Mit einer Erfolgsquote von unter zehn Prozent hat der Aufsteiger den schwächsten Wert der Liga.

«Wir sind immer noch dabei, uns zu finden. Wenn es dann aber mal passt, wird der Knoten platzen», verspricht Sikora Besserung.

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