«Wer sich quält, wird auch belohnt»

Von Stephan Schöttl
| Kaufbeuren Es gibt Trainer, die lassen ihre Spieler barfuß über glühende Kohlen laufen. Andere halten flammende Kabinenansprachen, pinnen bunte Motivationsposter an die Wand oder lassen die Mannschaft zwei Stunden lang pausenlos Pucks auf ein leeres Tor knallen. Kaufbeurens Trainer Marcus Bleicher sieht das alles gelassener. Psychologische Tricks habe sein Team noch lange nicht nötig - auch wenn ihm die schwache Chancenverwertung seiner Schützlinge ganz schön zu schaffen macht. «Natürlich gerät man ins Grübeln, wenn bei 60 Schüssen auf das gegnerische Tor am Ende nur zwei Treffer rausspringen», sagt er. Kopfsache sei das, meint der Trainer.

Das soll sich an diesem Wochenende ändern. In Deggendorf (Freitag, 20.15 Uhr) und am Sonntag zu Hause gegen den TEV Miesbach (18 Uhr) wollen die Joker auch offensiv wieder glänzen. Defensiv stehen die Kaufbeurer ohnehin seit Wochen richtig gut da. «In der Abwehr haben wir derzeit keine Probleme», sagt Bleicher und stellt sogleich eine Rechnung auf: Würden die Joker in jedem Spiel vier bis fünf Tore erzielen, könne man regelmäßig große Beute machen. «Mit einem Schnitt von fünf Toren pro Wochenende sind wir auf einem guten Weg», erklärt Bleicher.

Die Euphorie nach dem Derby-Sieg am vergangenen Wochenende soll den Jokern auch in den kommenden beiden Spielen noch Flügel verleihen. Viel einfacher werde es aber auf keinen Fall. Bleicher warnt: «Niemand darf auch nur ein bisschen nachlassen. Wer sich quält, wird auch belohnt.» Dabei setzt er auf Kampf- und Laufbereitschaft sowie Leidenschaft auf dem Eis. «Gegen Füssen hat das schon ganz gut geklappt», sagt er.

Keine Strafen

Einen Sieg in Deggendorf und dann die Wiedergutmachung gegen Miesbach, so stellt sich Bleicher ein perfektes Wochenende vor. Vor allem mit den Oberbayern habe man noch eine Rechnung offen. Mitte Oktober verlor der ESVK in Miesbach mit 3:5 und das scheint die Joker noch heute zu wurmen. Die Miesbacher hingegen laufen zumindest gegen die besseren Mannschaften der Oberliga immer wieder zu Hochform auf.

«Die haben nichts zu verlieren. Das ist ihre ganz große Stärke», meint der Kaufbeurer Coach. Den möglichen Schlüssel zum Erfolg hat er bereits ausgemacht: So wenig Strafzeiten wie möglich kassieren. Denn gerade in Überzahl haben die Miesbacher in den vergangenen 16 Spielen bereits 22 Mal getroffen.

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