München / Stuttgart
U20-WM oder Bundesliga? Zwei Allgäuer sitzen zwischen den Stühlen

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Tauziehen um den gebürtigen Memminger Holger Badstuber (20). Der Shooting-Star des FC Bayern München zählt nach dem Weggang von Lucio zu den festen Größen im Kader von Louis van Gaal (wir berichteten). Der Allgäuer soll sich, geht es nach dem Willen von Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger, voll auf die Bundesliga und die Champions-League konzentrieren - und dafür auf die U20-Weltmeisterschaft verzichten. Diese findet vom 25. September bis 16. Oktober in Ägypten statt. Der Münchener tz sagte Nerlinger: «Es ist nicht angedacht, Badstuber für die WM freizustellen.»

Da droht Ungemach zwischen dem großen FCB und dem übergeordneten Deutschen Fußball-Bund, schließlich setzt Erfolgstrainer Horst Hrubesch ebenfalls auf Badstuber. «Er wird da zu den herausragenden Spielern gehören. Man sollte sich genau überlegen, ob man so einem Jungen den Traum von einer Weltmeisterschaft nehmen darf», sagte Hrubesch dem Internet-Portal sport1.de. Er gehe nach wie vor davon aus, dass die Bayern Badstuber freigeben.

Dreimal im deutschen Kader

Der 20-Jährige, der bereits drei Mal das Trikot der deutschen U20 getragen hat, sitzt zwischen den Stühlen. Doch Badstuber scheint sich bereits mit dem Wunsch seines Brötchengebers FC Bayern angefreundet zu haben: «Der Verein hat Priorität. Ich will mich hier etablieren», stellte er klar.

In der gleichen Zwickmühle könnte bald ein weiterer gebürtiger Memminger Fußball-Profi stecken: Timo Gebhart, der Allgäuer Fußballer des Jahres. Der ebenfalls 20-Jährige in Diensten des VfB Stuttgart sagt: «Natürlich schlagen auch in meiner Brust zwei Herzen. Eine WM ist immer etwas Einmaliges. Und den Adler auf der Brust zu tragen natürlich auch.»

Auf der anderen Seite müsse er beim VfB natürlich um seinen Stammplatz kämpfen. Wer mitten in der Saison vier Wochen fehle, laufe natürlich Gefahr, dass man «hinterher erst mal auf der Bank Platz nehmen muss und sich ein anderer in die Mannschaft gespielt hat».

Warten auf eine Einigung

Gebhart sieht die Lage aber realistisch: Er selbst habe es jetzt ohnehin nicht in der Hand. Verein und DFB müssten sich einigen. Im schlimmsten Fall, so klärt Timos Vater Thomas Gebhart auf, drohe eine Sperre. «Wenn der Verein Timo nicht für die nationale Auswahl abstellt, könnte der DFB den Spieler für die Zeit der WM rein juristisch gesehen sperren. «Aber so weit wird es nicht kommen», ist sich Vater Gebhart ziemlich sicher.

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