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TSV Kottern - SV Pullach 0:1

Trainer Stephan Wuttge wirkte nach dem Heimspiel seines TSV Kottern gegen den SV Pullach nachdenklich. «Nein, heute war nicht mehr drin», sagte er irgendwann. Er hatte taktisch umgestellt, wollte offensiver spielen lassen. Doch seine Spieler machten zu viele Fehler, die Oberbayern standen im Abwehrzentrum gut, im Mittelfeld waren sie überlegen. Pullach reichte ein perfekter Konter zum 1:0 (0:0)-Sieg.

Wuttge bot statt zweier zentraler Mittelfeldspieler - der gesperrte Erhan Erden und Maximilian Wuttge fehlten - Andreas Harteis als echten << Sechser >> auf. Dafür rückte Patrick Wachter - nach Mittelhandbruch mit Manschette am Arm - als zweite Spitze neben Bernhard Jörg ins Sturmzentrum. << Wir wollten Druck aufbauen >>, erläuterte Wuttge.

Nur zweimal gefährlich

Das gelang freilich nicht. Statt Kotterns üblichem direkten Spiel in die Spitze sahen 355 Zuschauer in der Abt-Arena einen abwartenden TSV. Es gab fast keine langen Bälle, aber auch kaum Torchancen. << Unsere Fehlpassquote war zu hoch >>, analysierte Wuttge. Wenn der Ball doch mal bis nach vorne kam, konnte das Sturmduo ihn nicht behaupten. << Unsere Stürmer waren nie im Spiel >>, so Wuttge. Nur zweimal wurde es gefährlich: Nach einem Konter traf Sinan Yilmaz aus 25 Metern den Pfosten (28.), Kevin Siegfanz köpfte nach einer Ecke knapp vorbei (38.).

Pullach hingegen machte den Raum eng, vertraute auf seine beiden hochgewachsenen Innenverteidiger und seine konterstarken, kleinen, technisch versierten Spieler in Mittelfeld und Angriff. Heraus stach Spielmacher Volkan Cukur, über den jeder Angriff lief. << Sechser >> Harteis hatte ihn in der ersten Hälfte noch gut im Griff. Nach der Pause musste Harteis aber auf die Position des linken Verteidigers wechseln. Altan Tolga übernahm und wirkte überfordert.

Nach einer Drangphase in der Viertelstunde nach der Pause ging Kottern schließlich die Luft aus. Pullachs Spielmacher diktierte immer mehr das Tempo. Das Tor des Tages in der 76. Minute war dann symptomatisch. Yilmaz beendete einen TSV-Angriff jäh mit einem Pass ins Leere. Pullach suchte sofort Cukur, der sich Kotterns Defensive zurechtlegte und Torjäger Toni Rauch bediente.

Der blieb bei seinem fünften Saisontor eiskalt. << Wir konnten dann nicht mehr zulegen >>, sah es Wuttge ganz richtig. Kottern war geschlagen.

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