Fußball
Torhüter Martin Gruber vom TSV Kottern freut sich auf Testspiel gegen 1860 München

Torhütern wird nachgesagt, sie seien ein wenig anders als ihre Mitspieler. Vor allem auch deshalb, weil ihnen innerhalb einer Fußball-Mannschaft besondere Bedeutung zukommt. Macht der linke Verteidiger einen Fehler, ist ja noch der Torhüter da. Baut der Sechser einen Fehlpass, ist ja noch der Torhüter da. Unterläuft dem aber ein Fehler, dann ist das Ding in der Regel drin. Im Testspiel des Neu-Bayernligisten TSV Kottern gegen den Zweitligisten TSV 1860 München am Donnerstag ab 18.30 Uhr in der Abt-Arena wird er im Mittelpunkt stehen: Martin Gruber, 22, Keeper der Sankt Manger.

Könnte angesichts des Dreiklassen-Unterschiedes der zwei Teams durchaus sein, dass sich Gruber am Donnerstagabend des Öfteren Auge in Auge mit einem Sechziger-Angreifer befindet. Bange machen gilt nicht. Gruber freut sich vielmehr auf die Begegnung mit den Löwen.

'Das ist eine gute Chance, sich zu zeigen', sagt er. Beobachter rings um das Spielfeld dürfte es genügend geben. Vielleicht überzeugt er ja auch Löwen-Trainer Rainer Maurer. Der Übungsleiter aus Mindelheim muss sich irgendwann in näherer Zukunft Gedanken um einen neuen Torhüter machen. Löwen-Fänger Gabor Kiraly ist schon 36 und dürfte den Großteil seiner Karriere hinter sich haben

Gruber ist beim Nachwuchs des FC Memmingen groß geworden. Von den D- bis zu den A-Junioren stand er dort im Kasten. Als er zu den Aktiven entlassen wurde, stand beim FCM Tobias Kirchenmaier einem Stammplatz im Wege.

Ex-Trainer Stephan Wuttge hat ihn nach Sankt Mang geholt

'Ich hatte keine Perspektive', sagt Gruber. FCM-Trainer Esad Kahric plante fest mit Kirchenmaier und so war Gruber gezwungen zu gehen, wenn er denn auf Dauer spielen wollte. Der damalige Kotterner Trainer Stephan Wuttge wurde auf ihn aufmerksam, da sein Sohn Maxi mit Gruber bei den A-Junioren des FCM gespielt hatte.

Gruber hat sich in Kottern gut entwickelt, so gut, dass sein Trainer Kevin Siegfanz damit rechnet, dass Gruber weggelockt wird. Nach oben natürlich. 'Profi will ich auf jeden Fall werden', sagt Gruber, der in Aichstetten (zwischen Memmingen und Leutkirch) wohnt und dort als Industriemechaniker arbeitet. Einen Lieblingsverein hat Gruber nicht.

'Wenn, dann der FC Bayern.' Das werden die Löwen wohl nicht gerne lesen. Aber Gruber hat auch nicht vor, Geschenke oder Gefallen zu verteilen. Vielmehr würde er gerne der Schrecken der Löwen werden, zumindest am Donnerstag. Seine Stärken: 'Lange stehen und ruhig bleiben.' Diese Eigenschaften wird er morgen Abend brauchen!

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