FC Memmingen
Tobias Heikenwälder gelingt erstes Regionalliga-Tor

«Schade» - Das war das meist benutzte Wort in der Memminger Fußball-Arena am Freitagabend nach dem Regionalliga-Flutlichtspiel zwischen dem FCM und dem Karlsruher SC II (2:2). Schade war das Unentschieden aber ausschließlich aus Memminger Sicht, denn Stefan Pfohmann und Co. hatten zweimal geführt und eine jener Leistungen abgeliefert, die die Fans zufrieden in die Nacht entließ und den Vorsatz nährte: «Ich komme nächstes Mal wieder.»

Einem durchaus verdienten Sieg weinte Tobias Heikenwälder nach. Der Mittelfeldspieler vollendete eine Traumkombination zum 1:0 (23.) und bedauerte hinterher: «Schade, dass mein Treffer nicht zum Sieg gereicht hat. Immerhin war das mein erstes Regionalliga-Tor. Ein tolles Gefühl.» Kollege Maximilian Knuth haderte ebenfalls ein bisschen: «Wir hätten gewinnen müssen. Schade, dass viele Chancen ungenutzt blieben. Aber wir haben gut gespielt.»

Stimmt. Die Allgäuer schafften es im Gegensatz zu den letzten beiden Heimspielen, über die gesamten 90 Minuten zu marschieren, zu kombinieren, mitunter zu brillieren. Auch in Halbzeit zwei setzten sie eine äußerst spielstarke Mannschaft aus Karlsruhe wiederholt unter Druck.

Eine Erklärung für diesen Kräftegewinn lieferte Trainer Esad Kahric: «Wir haben kein Spiel unter der Woche gehabt und zudem das Training gedrosselt.» Letztere Maßnahme hätte seinen Akteuren eine größere körperliche Fitness beschert.

Gerade in den ersten 30 Minuten brachten die Hausherren mit guten Ideen die 2100 Zuschauer in Stimmung und den Gast in Bedrängnis. «Unser Kurzpass-Spiel klappte prima», freute sich Heikenwälder und fand die Zustimmung von Gäste-Coach Markus Kauczinski: «Wir haben zunächst nicht ins Spiel gefunden.»

Dass sich die Allgäuer letztlich mit nur einem Punkt begnügen mussten, hatte vor allem zwei Gründe. Zum einen ging der Aufsteiger zu großzügig mit Chancen um. Selbst das noch etwas grippegeschwächte Sturm-Ass Candy Decker vergab aussichtsreich (76.

). Zum anderen bräuchte Kahric einen Spielmachertyp wie Timo Kern beim KSC, der beruhigend eingreift, wenn der Gegner Oberwasser bekommt.

Ausgelassene Chancen hin, vergebener Sieg her: Beim FCM war man nach packenden 90 Minuten dennoch zufrieden. Wie meinte Vorsitzender Armin Buchmann zu seinem Trainer: «Esad, wir sind Sechster und bester Aufsteiger. Das ist doch Wahnsinn.» Widerrede zwecklos.

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