Fußball-Landesliga
Sportliche Leiter des 1. FC Sonthofen, VfB Durach und TSV Kottern erklären, warum es nicht rund läuft

Bei den Fußball-Landesligisten 1. FC Sonthofen, VfB Durach und TSV Kottern ist der Wurm drin. Sonthofen ist mit drei Siegen gestartet und hat danach kein Spiel mehr gewonnen. Es folgten fünf Niederlagen und zwei Unentschieden. Derzeit steht das Team von Coach Bernd Kunze auf Rang 14 in der Tabelle.

Kottern, vergangene Saison Dritter, wartet seit fünf Spielen auf einen Sieg und steht auf Platz 13. Aufsteiger Durach war in den vergangenen sieben Begegnungen sieglos und steht auf Position 16. Die sportlichen Leiter der drei Oberallgäuer Clubs, Matthias Schmidle, Peter Dietrich und Michael Feneberg, sind am nächsten dran am Tagesgeschäft und versuchen die Lage zu erklären. Alle drei sagen: << Natürlich haben wir uns das auch anders vorgestellt. >>

Matthias Schmidle, 1. FC Sonthofen: << Wir sind natürlich nicht zufrieden. Aber das liegt an den zahlreichen verletzten Spielern >>, sagt der 36-Jährige. Mit Ferhan Yörur (Mittelfußbruch), Thomas Stumpf (Kreuzbandriss), Benjamin Müller (Außenbandriss), Manuel Wiedemann (Schambeinverletzung) und Christian Falger (berufliche Fortbildung) fallen beim 1. FC derzeit zahlreiche Spieler aus.

Coach Kunze konnte nur selten seine Wunschformation aufs Feld schicken. << Derart viele Ausfälle können wir nicht kompensieren >>, lässt Schmidle wissen. Andererseits hätten die Spieler aus dem zweiten Glied die Chance, auf sich aufmerksam zu machen.

Wie zum Beispiel Daniel Schaber und Daniel Falger. Oder Sebastian Perner, der in der vergangenen Saison noch bei den A-Junioren des 1. FC spielte. Leidtragender sei jedoch Coach Andi Fink vom Bezirksliga-Team des 1. FC, der immer Spieler für die erste Mannschaft abstellen muss.

Doch nach wie vor ist ein Platz unter den besten acht das Ziel der Sonthofer, sagt Schmidle. Der Punktgewinn beim 1:1 am Wochenende gegen Aichach << war wie ein gefühlter Sieg und wichtig fürs Selbstvertrauen >>.

Peter Dietrich, VfB Durach Der 50-Jährige ist seit der Neugrüdung des VfB Durach im Frühjahr 2007 als sportlicher Leiter dabei und sagt: << Wir haben noch nie über Verletzte geredet, aber diese Saison hat es uns voll erwischt. >>

Zu Thomas Echteler, Michael Mayr und Roland Fichtl gesellte sich nun auch noch Roland Ostheimer mit Verdacht auf Innenbandriss. Falls sich das bestätigt, wird er mehrere Wochen ausfallen.

Nervös ist deshalb in Durach aber noch niemand. Dietrich: << Wir sind absolut ruhig. Der Trainer hat freie Hand. >> Auch die Erfahrung aus der Saison 2006/07 stimmt Dietrich positiv. Damals verlor der TSV Durach als Aufsteiger in der Bezirksoberliga gleich die ersten fünf Spiele.

Schon damals vertraute Dietrich auf Trainer Peter Christl. Das tut er auch diesmal. Am Sonntag reist der VfB zum TSV Schwabmünchen. Dietrich hofft: << Der Trainer wird sich schon etwas einfallen lassen. >>

Bei Heimspielen steht Dietrich als Leiter des Ordnungsdienstes immer neben einem der Tore. Falls der VfB am Sonntag wieder nicht siegt, wird er abergläubisch werden: << Ich habe überlegt, den Platz zu wechseln. >>

Michael Feneberg, TSV Kottern << Wir sind bisher hinter unseren Erwartungen geblieben >>, sagt der 46-Jährige. Platz acht und damit die Qualifikation für die neue Bayernliga ist das Ziel. Aber Feneberg hat mit einer schweren Saison gerechnet. In der vergangenen Spielzeit ritt der TSV noch auf der Welle der Aufstiegseuphorie. Außerdem verließen mit Christian Geiger und Axel Fuchsenthaler zwei Stützen den Verein.

<< Vor allem die Spielmacherqualitäten von Geiger vermissen wir. Er war der zentrale Mann >>, sagt Feneberg. Trainer Stephan Wuttge stellte deshalb das Spielsystem um. << Damit tun wir uns aber noch etwas schwer, vor allem zu Hause, wo wir das Spiel machen müssen >>, sagt der sportliche Leiter. Auswärts läuft es für Kottern tatsächlich besser. Da ist man noch ungeschlagen.

Feneberg gibt zu, dass << alle mehr angespannt >> seien als sonst. << Das muss aber auch so sein. Wir müssen schließlich eine Schippe drauflegen >>, sagt er. Dennoch sei es nicht sinnvoll, verrückt zu spielen. << Wir tun gut daran, die Lage sachlich zu analysieren und ruhig weiterzuarbeiten >>, sagt Feneberg, der das Amt in einer Krisensituation Ende 2007 übernommen hatte.

Zumal der sportliche Leiter Fortschritte erkannt hat. Bei Wacker Burghausen II habe sich Kottern in Unterzahl gut verkauft (1:1). << Ich denke, da haben wir von taktischer Seite her den Schlüssel gefunden, um jetzt auch mal wieder zu gewinnen >>, sagt Feneberg.

Und wenn es am Samstag gegen Unterföhring wieder nicht reichen sollte, hat Feneberg schon eine spaßige Idee: << Wir haben überlegt, das Team vor den Heimspielen in den Bus zu setzen und eine Runde durch die Stadt drehen zu lassen. >> Auswärts funktioniert es ja schließlich auch

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