Formel3
Spektakuläres Debüt in Macau

Einen spektakulären Auftritt auf der Motorsport-Weltbühne hat der erst 17-jährige Daniel Abt aus Kempten bei der inoffiziellen Formel 3-Weltmeisterschaft in Macau/China hingelegt. Beim Sprint-rennen am Samstag wurde er Dritter und war damit besser als einst Formel 1-Weltmeister Sebastian Vettel. Am Sonntag lag Abt schon in Führung, knallte aber in die Mauer und musste Lehrgeld bezahlen.

Sieg in greifbarer Nähe

Ein Sieg schien für den Allgäuer am Sonntag in greifbarer Nähe: Er war von Platz drei gestartet und preschte noch vor der ersten Kurve auf Platz zwei. Nach einem Unfall musste das Rennen neu gestartet werden und wieder zeigte sich der Student angriffslustig. Nach wenigen Kurven setzte er sich an die Spitze und zeigte, dass er den inoffiziellen Weltmeistertitel mit nach Kempten bringen will. Doch in der sechsten von 15 Rennrunden auf dem engen Stadtkurs machte er in seinem Volkswagen-Dallara einen Fehler und setzte das Auto an die Mauer. Immerhin stieg Abt unverletzt aus.

«Das war ganz klar mein Fehler. Ich war einfach einen Tick zu schnell. Schade, dadurch habe ich den erhofften Podestplatz weggeworfen», sagte Abt anschließend. «Natürlich ärgere ich mich über das Aus am Sonntag, aber meine Freude über ein tolles Wochenende ist größer», zog er Bilanz.

Mit seinem neuen Team «Signature» feierte er im Qualifikationsrennen am Samstag einen Dreifachsieg. Auf dem gut sechs Kilometer langen Kurs vor den Toren Hongkongs eroberte der Allgäuer in seinem ersten Rennen außerhalb Europas mit Platz drei das Podium und war damit bester Deutscher. «Ich habe in diesen zehn Runden mehr kämpfen müssen, als in den letzten zwei Jahren zusammen.»

Bei diesem ersten Renneinsatz hatte Abt spektakuläre Überholmanöver gezeigt und bewiesen, dass er zu den weltbesten Formel 3-Piloten gehört.

Schwieriger Stadtkurs

Abt ist mit Startplatz drei unter den 30 Piloten aus 17 Nationen etwas gelungen, was vor ihm in Macau nicht einmal die heutigen Formel 1-Piloten Nico Hülkenberg, Adrian Sutil und Sebastian Vettel geschafft haben. Besser als der Kemptener war zuletzt aus deutscher Sicht nur Nico Rosberg. Der gebürtige Wiesbadener startete 2004 hinter Lewis Hamilton von Startplatz zwei.

Wie schwierig der Stadtkurs sein kann, zeigte sich im ersten Training. Enge Kurven und Geraden, auf denen Spitzengeschwindigkeiten von über 250 Kilometer pro Stunde erzielt werden, wechselten sich ab. Prompt landete Abt an der Leitplanke. Doch die Mechaniker seines französischen Rennstalls stellten ihm gleich wieder ein siegfähiges Auto an den Start.

Für Daniels Vater, Hans-Jürgen Abt, war das Rennen nervenaufreibend. Vom Kommandostand aus verfolgte er mit Marketingleiter Harry Unflath, wie sich sein Filius mit Vorjahressieger Edoardo Mortara (23) aus Italien duellierte.

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