Füssen
Solide Basis und gute Zukunft

Auf 90 Jahre blickt der Fußballclub Füssen - kurz FCF - am kommenden Wochenende mit einem sportlich interessanten und darüber hinaus geselligen Potpourri zurück. Auf dem Programm des Jubiläums auf dem FCF-Gelände im Weidach stehen Fußballturniere mit alten Herren, Füssener Fußballlegenden und jungen Kickern, im Festzelt warten kulinarische Leckereien auf die Gäste (siehe Info-Block).

In den Anfängen war der FCF noch kein Club. Im Protokoll vom 23. August 1919 ist von einer Fußballabteilung der heimischen Turngemeinde die Rede. Eine «längere Debatte» entspann sich damals über die Trikots. Schließlich einigte man sich: «Wir spielen in roter Hose und weißem Hemd mit Abzeichen». Dieses Abzeichen war das Wappen Füssens mit den Buchstaben T.G.F.

Erst im Mai 1922 bekam der FCF seinen Namen Fußballclub Füssen, den er mit Stolz auf seine Erfolge in höheren Ligen - vor allem Mitte der 1970er Jahre - bis heute trägt. Von den siegreichen Auswärtsspielen auch in der Augsburger Gegend schwärmen nicht nur die eisernen Fans bis heute. Ein tolles Team mit Spielern wie Gössl, Reiss, Zacek oder Hitzl stieg unter Trainer Lutz als A-Klassenmeister in die Bezirksliga auf. «Das war 1976 die fünft-höchste Klasse», erinnert sich Top-Torjäger Helmut Schuster.

Und in dieser Klasse wurde der FCF sofort Vizemeister. «Zirka 1000 Zuschauer kamen zum Topspiel gegen Buchloe.» Helmut Schuster führt mit insgesamt 387 Treffern die «ewige Torschützenliste» bis heute an - noch vor Manuel Günes (321), dem heutigen Topspieler des FCF.

Nicht nur in den Ligen waren die 1970er spitze für die Füssener Fußballer. Damals feierte die Elf auch Erfolge im DFB-Pokal. Und in der Saison 1976/77 hatte man schon Borussia Dortmund im Blick, verlor dann aber unglücklich gegen Ottobeuren vor einer stattlichen Zuschauerkulisse von 1500 begeisterten Anhängern.

Unvergessliche Momente

Gegen einen anderen Bundesligisten zog der FCF vor 1200 Zuschauern zwar mit 1:12 deutlich den Kürzeren, stellte aber zum 80. Geburtstag ein unvergessenes Fußballfest auf die Beine. Per Elfmeter erzielte Florian Durrer den Ehrentreffer gegen den SSV Ulm.

Der Torhüter von damals ist der Keeper von heute: Ümit Müneyyirci. «Wir schauen bei unserem Jubiläumsfest natürlich auch nach vorn. Beim FC bewegt sich derzeit sehr viel. Wir haben das DFB-Minispielfeld im Weidach jetzt fröhlich eingeweiht. Alle FC-Kicker - ob klein oder groß - sind hoch motiviert für kommende Aufgaben.» Das gilt nicht nur für die Großen, wenn Müneyyirci verspricht, dass sich der FCF in der Kreisliga «als Spitzenteam» präsentieren wird.

Das gilt insbesondere für die Kleinen, denn auf den Nachwuchsbereich wurde immer besonderer Wert gelegt. Jugendtrainer, Betreuer und andere Ehrenamtliche leisten Vorbildliches. Das wurde auch vom Bayerischen Fußballverband (BFV) gewürdigt. Der Allgäuer Kreisvorsitzende Franz Schmid sprach dem FCF für seine Nachwuchsarbeit «höchste Anerkennung» aus.

Das, was auf dem Fußballplatz geschieht, braucht eine solide Basis im Verein. Nicht nur für Kassiererin Erika Jenne, die auch drei Jahre Vorsitzende war, ist wichtig: «Der FCF steht im Jubiläumsjahr wirtschaftlich auf sehr soliden Beinen.» Und Vorsitzender Herbert Hiemer ergänzt: «Idealisten, Sponsoren und die Stadt sind sehr wichtig, um unserem Fußballclub den Rücken zu stärken. Dann können wir den nun eigeschlagenen Weg der Modernisierung gemeinsam gehen.

» An alle appelliert Herbert Hiemer, nicht nur zum Jubiläum zu kommen, sondern den FC Füssen auch danach helfend zu unterstützen und sagt dafür jetzt schon Dankeschön.

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