Segeln
Segeln: Philipp Buhl vom SCAI Zweiter beim Wettbewerb Meister der Meister in Immenstadt

Trotz seiner Liebe zum olympischen Laser steigt Erfolgssegler Philipp Buhl aus Sonthofen, der für den Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI) startet, hin und wieder zu Wettkämpfen in Boote oder Yachten anderer Klassen.

Einen sehr begehrten "Seitensprung" bot ihm die traditionelle Regatta "Meister der Meister" (MdM) auf der Außenalster in Hamburg, zu der ausschließlich die deutsche Segler-Elite eingeladen wird. Buhl belegte mit seiner Crew den zweiten Platz.

Europameister Buhl bildete seine Mannschaft aus seinen früheren Laser-Trainingspartnern Simon Grotelüschen und Malte Kamrath. Die 'Laser-Boy-Group' kämpfte sich unter 31 Konkurrenten zielstrebig bis ins Finale und belegte am Ende den zweiten Platz unter den erfahrenen Profi-Yachtseglern.

Nur wer als Deutscher in der zu Ende gehenden Saison einen nationalen oder internationalen Meisterschaftstitel in einer offiziellen Bootsklasse gewonnen hatte, war als Skipper qualifiziert und konnte sich die restliche Mannschaft für das einheitlich zu segelnde neu kreierte Sport-Kielboot 'B/one' selbst zusammenstellen.

Bei diesem weltweit einmaligen Wettkampf soll versucht werden, den besten Segler Deutschlands zu finden, unabhängig von der Bootsklasse. Auf diese Weise haben die ambitionierten und erfolgreichen Amateursegler auch einmal die Gelegenheit, sich mit den Leistungssport- und Profi-Seglern zu messen.

Zum dritten Male seit 2007, damals als 17-jähriger Deutscher Meister, hatte sich der amtierende Laser-Europameister Buhl das Ticket zur 'MdM' erworben. Als Laser- und damit Jollen-Spezialist und mit nur bescheidener Yacherfahrung zählte er nicht zum engsten Favoritenkreis.

Trotzdem kämpfte er sich mit seinen Kollegen in seiner Fünfer-Gruppe zielstrebig und gekonnt nach vorne: Vorqualifikation (1. Platz), Qualifikation (3.) und Finalausscheidung (1.). Mehrere Favoriten waren bereits ausgeschieden, und die für das Finale verbliebenen Profi-Yachtsegler Markus Wieser (Europameister im Drachen) und Segler-Legende Jochen Schümann ('MdM'-Titelverteidiger sowie mehrfacher ehemaliger Olympiasieger und Weltmeister), konnte Buhl im Laufe des Wettbewerbs bereis auf die Plätze verweisen.

Das Finale unter den zwei Bayern, Buhl und Wieser, sowie Schümann aus dem Norden, versprach den zahlreichen Zuschauern auf den Steganlagen des Hamburger Segelclubs Spannung pur.

Das erste Match (gesegelt wurde im 'Tripelrace-Modus', also drei gleichzeitig gegeneinander) gewann Wieser knapp vor Buhl und Schümann. Für den Gesamtsieg waren zwei finale Wettfahrtsiege nötig. Im zweiten Rennen lag Buhl zunächst knapp vorne.

Im weiteren Verlauf kam es zu zwei Führungswechseln zwischen Buhl und Wieser. Vor der letzten Luvmarken-Rundung verhalf Wieser ein Winddreher während einer kritischen und knappen Wende zur Führung. Schümann hatte gegen die Teams aus Bayern keine Chance mehr. Das Mannschaft Wieser/Uli Schümann/Matti Paschen gaben die Führung nicht mehr aus der Hand.

Zweiter wurde das Trio Buhl/Grotelüschen/Kamrath. Sie schlugen nicht nur die Titelverteidiger Schühmann/Ingo Borkowski/Gunnar Bahr, sondern auch weitere renommierte Segler.

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