Schulsport
Schüler der Realschule Lindenberg in einer Kletter-AG

Saskia Keck hat den Blick nach oben gerichtet und lässt ihren Mitschüler Christoph Höß nicht aus den Augen. Der 14-Jährige kämpft sich gerade an den bunten Steinen entlang einen Weg nach oben unters Dach der Halle. «Du musst deinen Fuß weiter nach rechts setzen», gibt Saskia einen Tipp von unten. Auch Lehrer Pirmin Frisch verfolgt die Bewegungen des Jugendlichen: «Komm, Christoph, das schaffst du», feuert er den Schüler an.

Hoch hinaus geht es seit diesem Schuljahr für zwölf Schüler der Lindenberger Realschule: Seit ein paar Monaten treffen sie sich einmal die Woche in der Scheidegger Kletterhalle und lernen dort alles rund um den Aufstieg, den Fall und das Sichern.

Einen speziellen Lehrgang hat Fritsch absolviert, damit er nun die Jugendlichen im Klettern unterrichten darf. Die Nachfrage für die AG war groß, rund 50 Schüler hatten angefragt, doch mehr als zwölf Jugendliche darf Frisch nicht betreuen. «Ich muss den Überblick behalten können.» Der Lehrer ist davon überzeugt, dass die Schüler hier mehr lernen als richtig klettern und sichern: «Sie lernen Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, anzupacken und auch Teamgeist.» Viele dieser Erfahrungen helfen den Schüler auch später, glaubt Fritsch. «So realistisch wie hier, kann man das kaum wo lernen.»

Ganz wichtig ist beim Klettern auch das Thema Sicherheit. «Bevor es los geht, steht erst einmal der Partner-Check», sagt Frisch. Das heißt, die Schüler kontrollieren gegenseitig, ob sie richtig gesichert sind. Wer klettert, kann auch fallen - deshalb wird auch das in der Kletter-AG geübt. Christoph wirft, oben angekommen einen Blick nach unten: «Bist du bereit?», fragt der Jugendliche seine Kletterpartnerin Saskia. Er zählt rückwärts von fünf bis eins und springt dann von der Wand weg. Das Seil spannt sich und der 14-Jährige baumelt in der Luft. «Es ist wichtig zu üben, kontrolliert zu fallen, damit man ein Gefühl dafür bekommt», sagt Frisch. Unten angekommen ist Christoph erst einmal erledigt.

«Das macht richtig Spaß, auch weil es so abwechslungsreich ist», schwärmt der Schüler dennoch und fügt hinzu: «Im Sommer gehe ich viel radeln, da ist das ein guter Ausgleich.» Dem stimmen auch seine Mitschüler zu. «Es gibt einfach viele verschiedene Routen», sagt Saskia.

Wer die Wände der Kletterhalle erklimmen will, braucht die richtige Ausrüstung. Dazu gehört neben einem Klettergurt, auch Seile, Karabiner und Sicherungsgeräte. «Das Material haben wir zum großen Teil von Monte Rosso und Edelrid zum Einkaufspreis bekommen», sagt Fritsch. Auch von der Sparkasse und der Volksbank hat die neue Kletter-AG einen finanziellen Zuschuss erhalten.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen