Weiler
Saisonstart verpatzt

Mit 0:2 (0:0) hat der FV Rot-Weiß Weiler daheim gegen Verbandsliga-Absteiger FC Wangen verloren, der bei strömendem Regen seine einzigen beiden Tormöglichkeiten in den zweiten 45 Minuten eiskalt ausnutzte. «Wir hatten das nötige Quäntchen Glück und hätten ebenso gut mit einem Unentschieden oder als Verlierer vom Platz gehen können», meinte Gästetrainer Herbert Breher nach dem Landesliga-Saisonauftakt.

Denn vor 500 Zuschauern im Raiffeisenbank-Stadion war es Gastgeber Weiler, der in einer insgesamt ausgeglichenen ersten Hälfte die besseren Möglichkeiten hatte. Ein Kopfball von Tobias Karg (32.), ein Konter über Kapitän Klaus Schlachter (35.), ein 20-Meter-Schuss von Robert Baur (43.) - die Führung wäre durchaus drin gewesen für die Rot-Weißen, bei denen Stürmer Sascha Mehre kurzfristig ausfiel und mit Schlachter, Rene Cientanni und Florian Knapp nur drei Neuzugänge in der Startelf standen. Denn im Tor hatte Michael Kinzelmann (23) den Vorzug vor Neuzugang Philipp Giselbrecht (27) erhalten. «Es war eine knappe Entscheidung. Beide waren gleichauf», sagte Trainer Werner Tangl, der auf insgesamt sechs Akteure verzichten musste.

Spielerisch hochklassig war es allerdings nicht, was die beiden Mannschaften zum Saisonauftakt boten. Was auch daran lag, dass das Spielgerät auf dem glitschigen Rasen oft unvorhergesehene Richtungen einschlug. Anstatt flüssiger Kombinationen gab es dafür viele Zweikämpfe und Grätschen zu sehen. Eine Tatsache, die Wangen im Derby das Leben schwer machte. «Man hat heute gesehen, was uns Probleme bereiten könnte - nämlich ein zweikampfstarker Gegner», meinte Breher.

Dafür ließ der Wangener «Kindergarten», dessen Altersschnitt in der Startelf bei gerade einmal 21,3 Jahren lag und dessen Außenverteidiger Niklas Klawitter erst wenige Tage zuvor seinen 18. Geburtstag feiern durfte, nach der Pause seine spielerische Klasse aufblitzen.

Nach einem Weilerer Eckball fuhren die Gäste einen schnellen Konter: Einen Querpass von Jochen Frey konnte FVW-Keeper Kinzelmann nicht festhalten und der Ball fiel dem eingewechselten Philipp Boenke vor die Füße, der nur noch zum 1:0 ins leere Tor einschieben musste (60.). Nur vier Minuten später hämmerte Innenverteidiger Philipp Sauter das Spielgerät nach einem Freistoß aus kürzester Distanz zum 2:0 in den Winkel. «Das waren zwei Konter nach einem Ballverlust von uns», ärgerte sich Tangl.

In der Schlussphase spielte der FVW dann zu kopflos, um das Spiel noch drehen zu können. Meist wurden lange Bälle in die Spitze geschlagen, die in der gut organisierten Wangener Viererkette hängen blieben. Auch alle anderen Versuche versandeten spätestens am Strafraum. «Der Powerfußball, den wir spielen wollen, ist uns heute noch nicht gelungen», stellte Tangl fest.

Lediglich vor der Pause habe seine Elf «ganz ordentlich» gespielt.

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