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Heimniederlage
Regionalliga Bayern: FC Memmingen SV Heimstetten 0:2 (0:0)

Bei der Pausen-Bratwurst dachte noch keiner der 1.300 Zuschauern, dass die Regionalliga-Partie des FC Memmingen gegen den SV Heimstetten noch zu einem denkwürdigen Fußballabend werden würde. Abgesehen vom Vorwärtsdrang der Hausherren in der ersten Viertelstunde war es bis dahin eher eine müde Nummer. Die Spielqualität wurde zwar auch im zweiten Durchgang nicht merklich besser, aber es tat sich Bemerkenswertes, was zur unerwarteten 0:2 (0:0) Niederlage der Memminger führte.

Cheftrainer Esad Kahric schien irgendwie schon zu ahnen, dass es nicht der Tag des FCM werden würde. Bei der Halbzeitansprache gab er der Mannschaft zu verstehen, dass er diesmal gegen den Vorjahres-Fünften schon mit einem Punkt zufrieden wäre. Gleichwohl bot sich nach der Pause die Riesen-Chance in Führung zu gehen. Burak Tastan hatte an der Strafraumecke gegen Quirin Löppert einen Elfmeter herausgeholt. Kapitän Harald Holzapfel jagte den Strafstoß in den Abendhimmel. – nix war’s mit dem 1:0 (49. Minute). Das war der erste Knackpunkt.

In der 79. Minute folge der zweite: Erneut war es Unglücksrabe Löppert, der im Strafraum mit der Hand klar zum Ball ging. Diesmal scheiterte der eingewechselte Ümüt Sönmez an Heimstettens Torhüter Patrick Lehner.

Und dann? Genau. Es kam, wie es kommen musste. Der in Sachen Torgefährlichkeit bis dato harmlose Gegner machte den Führungstreffer. Der nimmermüde Kapitän Christoph Schmitt erzielte das 0:1, Marke Traumtor, unhaltbar in den Winkel (81.) Damit war’s aber noch nicht gelaufen. Wieder veränderte Löppert die Ballrichtung im SVH-Strafraum entscheidend mit der Hand.

Aber das war denn auch Schiedsrichter Simon Marx (Großwelzheim) des Guten zuviel. Einen dritten Elfer wollte er die Memminger wohl nicht vergeigen lassen – und ließ weiterspielen. Es wäre allerdings die Chance zum 1:1 Ausgleich gewesen. Robert Glatzel machte dann alles klar, als er die einzige Unsicherheit von FCM-Torhüter Martin Gruber nach einem Eckball zum 0:2 nutzte (86.).

Kahric brachte es hinterher auf den Punkt: 'Wir müssen einfach den ersten und auch den zweiten Elfer reinmachen, dann holst Du einen dreckigen Sieg'. So aber gelang den technisch versierten und dennoch biederen Gästen der Befreiungsschlag in Form ihres ersten Saison-Dreiers.

FC Memmingen: Gruber - Nikolic, Bader, Meichelböck, Holzapfel – Tastan, Thönnessen (46. Sönmez), Ernemann, Keller (57. Eisenmann) – Froschauer, Schmeiser (67. Bonfert).

SV Heimstetten: Lehner – Kneißl, de la Motte, Löppert, Welzmüller –Häfele (40. Mayer), Fiorentini, Ünver (90. Riglewski), Steimel – Schmitt – Glatzel (87. Rudy). - Trainer: Elfinger.

Tore: 0:1 Schmitt (81.), 0:2 Glatzel (86.) - Schiedsrichter: Marx (Würzburg) – Gelbe Karten: Holzapfel / Häfele, Schmitt, Glatzel, Löppert. - Besondere Vorkommnisse: Holzapfel vergibt Foulelfmeter (49.), Lehner wehrt Handelfmeter von Sönmez ab (74.). - Zuschauer: 1.307. – Aktueller Tabellenplatz FCM: 7. (vorher 4.)

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