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Vorbereitung
Regensburgs Co-Trainer Harry Gfreiter über den FC: Memmingen fällt und steht wieder auf

'Memmingen war zuhause vor 20 Jahren schon eine Hochburg', erinnert sich Harry Gfreiter an seine eigene Zeit hier zurück. Der FC Memmingen war damals seine erste Station im Aktivenbereich. Ab der D-Jugend hat er für den FCM gekickt, spielte ab der B-Jugend beim FC Augsburg. Heute ist der 39-jährige Co-Trainer unter Christian Brand beim SSV Jahn Regensburg, der als souveräner Spitzenreiter am Freitagabend (19.30 Uhr) in der Arena an der Bodenseestraße aufschlägt.

Gfreiter war 1995 für vier Jahre zum damaligen Drittligisten SV Wacker Burghausen gegangen. Nach einem Zwischenintermezzo beim VfR Mannheim verschlug es ihn nach Regensburg, wo er mit einer nur kleinen Auszeit letztlich bis heute sportlich und familiär hängen blieb. Mit dem Jahn schaffte er den Aufstieg bis in die 2. Bundesliga und gilt hier als 'Kultspieler'. 2007 wurde er sogar in die Regensburger Jahrhundertelf gewählt, erlebte gute und schlechte Zeiten in der Oberpfalz.

Warum er bei den Fans so beliebt ist, zeigt sich beim Reinhören ins Jahn-Fanradio. Gfreiter sagt markig, was der Anhang hören will: 'Wir werden versuchen, Memmingen an die Wand zu spielen. Wir haben die bessere Mannschaft, die besseren Einzelspieler'.

Zuletzt stotterte der Regensburger Motor allerdings etwas. Ein Unentschieden beim SV Schalding-Heining, der Ausgleich erst in letzter (Nachspiel-)Minute im Spitzenspiel gegen Verfolger FC Bayern München II. Über 15.000 Zuschauer sorgten in der neuen 50-Millionen-Arena für ein ausverkauftes Stadion, die Anfeuerung im Tollhaus war ein Garant dafür, dass die drohende Niederlage gegen die kleinen Bayern noch umgebogen wurde.

Ins Allgäu wollen die Mannschaft zumindest ein paar hundert Fans begleiten. Auch wenn hier ein durchaus passables Regionalliga-Stadion wartet, die Atmosphäre wird natürlich eine andere sein. Darauf setzen die Memminger, die ihre Außenseiterchance suchen und finden wollen – so wie kürzlich der TSV Rain, der Regensburg die erste und bislang einzige Saisonniederlage beibrachte.

Gfreiter lässt sich vom Tabellenstand des FCM, der momentan gerade so vor den Abstiegsrängen rangiert, jedenfalls auch nicht blenden. 'Fußballerisch ist Memmingen vielleicht nicht das Beste in der Regionalliga. Aber sie fallen und stehen wieder auf', erwartet der im Unterallgäuer Frechenrieden geborene Fußballer einen leidenschaftlichen Gegner, der alles versuchen wird, um dem Favoriten ein Bein zu stellen.

Dass Memmingen ernst genommen wird, zeigte sich vor zwei Wochen, als Gfreiter auf 'Heimatbesuch' die Truppe von Christian Braun und Thomas Reinhardt persönlich unter die Lupe nahm.

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