Allgäu
«Profi sein, heißt hart arbeiten»

Liebe Leser des Allgäu-Dribblers, liebe Fans, Ihr habt mich 2008 zum Allgäuer Fußballer des Jahres gewählt. Ganz ehrlich, das hat mich nicht nur überrascht, sondern wirklich riesig gefreut. Auch wenn ich sonst nicht so gerne im Rampenlicht stehe, aber diese Auszeichnung hat mir schon sehr gut getan. Ich denke, das hat mir auch in der Zeit, in der ich von den «Löwen» zum VfB Stuttgart gewechselt bin, Mut und Kraft gegeben, mich anfangs durchzubeißen. Wenn man im Profigeschäft erfolgreich sein will, gibt es nur eins: hart arbeiten.

Ich bin oft angesprochen worden, ob ich enttäuscht sei, dass wir am letzten Spieltag nicht doch noch Meister geworden sind. Nein, ich bin restlos zufrieden, wie das erste halbe Jahr in der ersten Bundesliga für mich gelaufen ist. Ich habe meist zum Kader gehört, konnte gegen Sankt Petersburg sogar in meinem ersten Uefa-Cup-Spiel ein Tor schießen und hatte das große Glück, dass mit Markus Babbel ein Trainer zum VfB gekommen ist, der den Jungen eine Chance gibt.

Im September bei U20-WM

Überhaupt sind wir im deutschen Fußball auf einem sehr guten Weg. U17, U19 und U21 wurden Europameister! Und vielleicht kommt ja noch der eine oder andere Titel dazu. Ich jedenfalls hoffe, dass ich im September bei der U20 Weltmeisterschaft in Ägypten dabei sein darf. Wie schon im vergangenen Jahr, als wir Europameister wurden, wird das Team von Horst Hrubesch betreut. Ein Trainer, mit dem ich bestens klarkomme: Er ist gerade heraus und ehrlich. Aber eines ist auch klar: Selbst ein Top-Juniorentrainer wie Hrubesch ist auf Talente angewiesen, die gut ausgebildet sind. Und das geht nicht ohne tüchtige Trainer, von denen es zum Glück viele im Allgäu gibt. Nach Dienstschluss im Büro stehen sie noch stundenlang auf dem Fußballplatz. Auch wenn wir Spieler nicht immer mit jeder Entscheidung zufrieden sind, was die Trainer im Allgäu leisten, verdient unseren Respekt.

Ich wünsche allen Fußballern im Allgäu eine erfolgreiche Saison. Ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr mir ab und zu die Daumen drücken würdet. Euer

Timo Gebhart

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