Pleite für «Pirates»

Buchloe | cd | Die Buchloer «Pirates» sind bei ihrem Gastspiel in der Königsbrunner Eishalle neben der «Königstherme» mit 1:8 (0:3/0:3/ 1:2) baden gegangen. Im Vergleich zum 3:2-Sieg gegen Memmingen waren die ESV-ler bei der Pleite gegen die «Pinguine» nicht wiederzuerkennen. Die Buchloer trafen auf eine äußerst schnelle und spielstarke Heimmannschaft, die mit dem fünffachen Torschützen Patrick Weigant den überragenden Akteur in ihren Reihen hatte.

Nervös und ungenaue Pässe

Die Tugenden, die die Freibeuter noch vor Wochenfrist ausgezeichnet hatten, zeigte dieses Mal der Gegner: Tempo, präzises Passspiel und Überraschungsmomente. Das Spiel der «Pirates» war dagegen geprägt von Nervosität, Fehlern in der Defensive und im Abspiel sowie von unnötigen Strafzeiten.

Bei ihren dennoch vorhandenen Torchancen schienen die Buchloer vor dem 1,90-Meter-Torwartriesen Jan Pospisil zu erstarren. Hinzu kam, dass Johannes Klement im Tor nicht seinen besten Tag erwischte. Klement vertrat den etatmäßigen Stammkeeper Florian Warkus, der genauso verhindert war, wie Bohdan Kozacka und Oliver Braun. Von den verfügbaren Kräften ließ Trainer Norbert Zabel alle zum Einsatz kommen.

Nach ordentlichem Start der Buchloer waren gerade einmal vier Minuten gespielt, ehe der Königsbrunner Marc Weigant mit einer feinen Einzelleistung das 1:0 erzielte. Beim kuriosen 2:0 schien die Situation bereits bereinigt, doch Michael Kerber luchste blitzschnell einem Buchloer den Puck wieder ab und überraschte damit Torwart Klement (9. Minute). Mit einem perfekt herausgespielten Überzahltreffer leitete der «Neu-Pinguin» Patrick Weigant seine abendliche Galavorstellung mit vier weiteren Toren ein (14., 25., 35., 53. und 56. Minute).

Unterbrochen wurde er kurz vor der zweiten Drittelpause von seinem Mitspieler Davide Conti, der mit einem Schlagschusstor das zwischenzeitliche 6:0 markierte (38.). Nur 16 Sekunden nach Wiederanpfiff fiel das Gegentor von Christoph Hicks, der zuvor einige Möglichkeiten ausgelassen hatte.

Trainer Norbert Zabel beorderte im Schlussdrittel Philipp Bernhart ins Tor. Bernhart war bei den beiden Gegentoren machtlos. Ansonsten profitierte er auch von seinen Vorderleuten, die sich im letzten Abschnitt noch einmal zusammenrissen. Allerdings fehlten Entschlossenheit und Schussglück im Torabschluss.

«Bei so vielen individuellen Fehlern ist es schwierig, ins Spiel zu kommen, wenn der Gegner jeden Fehler bestraft», sagte Zabel nach der Partie. «Jeder, der bei uns von den Play-Offs träumt, hat heute gesehen, wie es in dieser Liga abgeht. Wir brauchen eine klare Leistungssteigerung, vor allem von den älteren Spielern, um das Ziel Klassenerhalt zu schaffen», so der «Pirates»-Trainer.

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