Buchloe
Piraten zeigen tolle Moral

Was für ein verrücktes Eishockeyspiel. Im letzten Saisonspiel vor heimischem Publikum haben die Piraten ihren Fans neben Freibier auch einen nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg beschert: Nach 45 Minuten lagen sie gegen den EV Pfronten noch scheinbar aussichtslos mit 1:4 zurück. Am Ende hieß es 5:4 für Buchloe. Die Pfrontener Falcons bleiben damit sicher auf dem vierten und letzten Platz der Gruppe A hängen und werden in den entscheidenden Playdowns auf den EHC Waldkraiburg treffen.

«Bei uns lief es zuerst gar nicht», analysierte Buchloes Trainer Norbert Zabel nach Ende der Partie: «Nachdem ich im zweiten Drittel auf drei Blöcke umgestellt habe, wurde es besser. Ich bin glücklich, dass wir das Spiel noch gewonnen haben».

Die Begegnung ging gleich mit einem Paukenschlag los, als die erste Reihe der Buchloer ihre Torgefahr demonstrierte: Mustergültig hatte Thomas Fortney Martin Kohlhund bedient und der traf nach nur 28 Sekunden zum 1:0. Sven Curmann und Bastian Simmler verpassten danach das Tor, ehe auf der Gegenseite Benjamin Gottwalz einen druckvollen Angriff im Nachschuss zum 1:1 abschloss (14.). Als sich die Piraten gleich zwei Strafzeiten hintereinander geleistet hatten, gerieten sie in Rückstand: Bei einem Bauerntrick von Pfrontens Florian Hefele war Buchloes aufmerksamer Keeper Florian Warkus noch auf dem Posten, Sekunden später war er dann doch geschlagen. Sven Friedl erzielte das 2:1 (17.).

Im zweiten Drittel erwiesen sich die Falcons als versierte Powerplayer: Ihre zwei Überzahlchancen nutzten sie zu Toren, während die Buchloer bei drei Gelegenheiten erfolglos blieben. Stefan Knöpfler gelang in der 25. Minute der dritte Gästetreffer und der Kanadier Cody Purves erhöhte gar auf 4:1 (36.). Aufseiten des ESV Buchloe vergaben Martin Kohlhund und Robert Mayer ihre Chancen: Kohlhund schoss einen im Tor liegenden Verteidiger an, nachdem Torwart Sven Rampf schon geschlagen schien (35.). Mayer zwang Rampf dann zu einer Glanzparade mit der Fanghand (38.).

ESV Buchloe im Glück

Zu Beginn des letzten Heimdrittels der Saison hatten die Buchloer Glück, denn Friedl und Hefele hätten die Gästeführung noch ausbauen können. So aber brachte Curmann mit einem Schuss von der blauen Linie Buchloe auf 2:4 heran (45.). Eine ähnliche Situation eine Minute später: Diesmal traf Bohdan Kozacka aus der Distanz und mit der «zweiten Luft» schaffte Mayer auf Vorarbeit von Robert Linke und Mathias Strodel dann den 4:4-Ausgleich (49.). Innerhalb von vier Minuten hatten die Pirates drei Tore aufgeholt.

Warkus entschärft noch zweimal

Pfrontens Trainer Waibel nahm eine Auszeit, um seine Spieler wieder zur Ordnung zu rufen. Doch das half nichts, denn die Buchloer blieben am Drücker. Nach einem feinen Zuspiel von Fortney gelang Simmler tatsächlich noch der umjubelte Treffer zum 5:4 (57.). In der Schlussminute entschärfte Warkus zwei Schüsse.

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