«Piraten» setzen ihren Bayernliga-Beutezug fort

Von Christian Dany
| Buchloe Die Buchloer «Pirates» setzten am Sonntagabend ihren Bayernliga-Beutezug fort: Gegen den EHC 80 Nürnberg zeigten sich die Spieler von Trainer Norbert Zabel als das eindeutig stärkere Team und behielten mit 5:2 Toren die Oberhand (4:0/1:1/0:1). Somit konnten die Buchloer das 30-jährige Bestehen ihres Eisstadions an der Rießerseestraße gebührend feiern.

Der Grundstein für den Heimsieg wurde mit einem furiosen Startdrittel gelegt, in dem die Buchloer einen beruhigenden Vier-Tore-Vorsprung herausschossen. «Vier Punkte gegen fränkische Topteams» lautet somit schließlich die beeindruckende Wochenendbilanz, nachdem die «Pirates» am Freitag bereits in Schweinfurt einen Punkt ergattert hatten.

«Wir wollten das Spiel schon im ersten Drittel entscheiden und das ist uns gelungen», sagte Trainer Norbert Zabel bei der Pressekonferenz, die jetzt nach jedem Heimspiel stattfindet und die für alle Zuschauer offen ist. «Das Spiel in Schweinfurt hat extrem viel Kraft gekostet, was sich ab dem zweiten Drittel bemerkbar machte», so Zabel.

Die Gäste aus Nürnberg waren sogar nur einen Tag vorher gegen Memmingen im Einsatz, was deren Trainer Jukka Ollila aber nicht als Entschuldigung gelten lassen wollte. «Buchloe hat seine Chancen genutzt und verdient gewonnen», erkannte der Finne an.

Sturm kam nicht zur Entfaltung

Ein weiterer Siegesgarant für den ESV Buchloe war, dass die «Pirates» den Paradesturm der Nürnberger nicht zur Entfaltung kommen ließen. Von Sergej Hatkevitch, Anton Marsall und Björn Reiser war nicht viel zu sehen. Lediglich bei den beiden Toren (40. und 44. Spielminute) ließ Marsall seine Klasse aufblitzen. Bevor der Puck zum ersten Mal den Weg ins Buchloer Tor fand, war die Begegnung aber schon so gut wie entschieden.

Im ersten Spieldrittel hatten die «Pirates» ein wahres Offensivfeuerwerk gezündet. Die Nürnberger waren noch gar nicht richtig in Buchloe angekommen, da lagen sie schon 0:2 zurück. Hervorragend bedient von Georg Hessel erzielte Robert Mayer den Führungstreffer (2.). Beim zweiten Tor, das Bohdan Kozacka im Überzahlspiel mit einem Schlagschuss von der Blauen Linie schoss, war Gästekeeper Niklas Treutle die Sicht verdeckt (3.). Nach perfekter Vorarbeit von Pavel Mojtek erhöhte Ferdinand Speckamp auf 3:0 (16.). Als Treutle ein Geschoss von Christopher Lerchner abprallen ließ, war erneut Speckamp zur Stelle, um den kurz freiliegenden Puck ins Tor zu schieben (18. bei 5:4).

Auch im zweiten Abschnitt ging der Trommelwirbel auf das Nürnberger Tor weiter. Es dauerte jedoch bis zur 29. Minute, ehe Peter Klemm ein Powerplay zum 5:0 verwertete. Eine Fünf-plus-Spieldauerstrafe für Nürnbergs Kanadier Kory Helowka stellte dann seltsamerweise für die Buchloer den Bruch in ihrem Spiel dar (33.). Erst hatten sie bei zwei Konterchancen Glück, dann leisteten sie sich selbst zwei Strafzeiten. Nürnberg nahm daraufhin immer mehr das Heft in die Hand, konnte den Sieg der Hausherren aber nicht mehr ernsthaft gefährden.

Norbert Zabel hatte nach dem Spiel noch ein Kompliment für seinen jungen Torhüter Johannes Klement parat, der den verletzten Stammkeeper Florian Warkus glänzend vertrat.

Bedauernswert dagegen die Verletzung von Bohdan Kozacka kurz vor Schluss: Der Routinier erlitt eine offene Wunde im Gesicht, nachdem er von einem hohen Stock eines Gegenspielers getroffen wurde.

Zuschauer: 300; Strafminuten: Buchloe 12, Nürnberg 22 plus fünf plus Spieldauer für Helowka.

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