Noch Luft nach oben

Von Thomas Schreiber
| Landsberg Die Auswärtsbilanz des ESV Kaufbeuren in der noch jungen Oberligasaison kann sich durchaus sehen lassen. Nach den Siegen in Klostersee und Peiting folgte am Freitag ein ungefährdeter 5:2-Erfolg beim EV Landsberg 2000. «Ich denke, der Sieg geht voll in Ordnung», so das erste Statement von Trainer Marcus Bleicher, dem sich auch sein Kollege Günter Preuß ohne Einschränkung anschloss.

Doch mussten die Joker zunächst das 0:1 hinnehmen, bei dem Bleicher gleich zwei individuelle Fehler seiner Mannschaft in der Entstehung ausmachte. «Genau diesen frühen Rückstand wollten wir verhindern», haderte der Kaufbeurer Trainer, denn sein Team begann die Partie sehr verhalten. So war der Ausgleich durch Thorsten Rau in der 14. Minute schon etwas befreiend. «Wir spielten zwar recht gefällig, doch der letzte Druck zum Tor hat noch gefehlt», berichtet der Kapitän, der nun zusammen mit Rob McFeeters die interne Scorerwertung anführt.

Webb mit Licht und Schatten

Seine genialen Spielmacherqualitäten unterstrich Jordan Webb einmal mehr beim 2:1-Führungstreffer von Daniel Schury. Jedoch wartete man auch in Landsberg weiter vergebens auf den ersten Saisontreffer des Kanadiers. Statt mehr Konsequenz im Torabschluss an den Tag zu legen, verzettelte er sich häufig in Spielzügen für die Galerie.

Das erste persönliche Erfolgserlebnis wünscht sich Bleicher auch für dessen Landsmann Kevin Saurette. «Er arbeitet unheimlich hart, doch fehlt ihm einfach noch das Glück im Abschluss», sagt der Trainer. Dagegen scheint Rob McFeeters nun langsam in Fahrt zu kommen, was die Saisontore drei und vier bestätigen. Gerade in die Überzahlformation zusammen mit Saurette und Thorsten Rau erwies er sich als sehr effizient und erzielte zwei von drei Powerplay-Toren.

Spätestens nach dem 3:1 bekam auch der neutrale Beobachter das Gefühl: Hier brennt für den ESVK nichts mehr an. Daran änderte auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer für den EVL nichts mehr, den die Kaufbeurer postwendend mit einem weiteren Tor beantworteten. «Es war zwar nicht immer schön, aber geschickt. Vor allem wollten wir von der Strafbank fern bleiben, denn wir wussten um die Qualität der Landsberger Überzahl», analysiert der Kaufbeurer Trainer das weitere Geschehen im Schlussdrittel. Allerdings hätten die Joker das Ergebnis zu dieser Phase des Spiels schon deutlich höher gestalten können, denn Chancen gab es beinahe im Minutentakt.

Mit der nachlassenden Gegenwehr des EV Landsberg wuchs auch die Sicherheit in den Köpfen der Kaufbeurer Spieler, dass nichts mehr anbrennt. «Wir hatten in unserem Spiel schon noch etwas Luft nach oben», urteilt Kapitän Thorsten Rau über das Leistungsvermögen seiner Mannschaft, ohne dabei überheblich zu wirken. Dagegen übte Landsbergs Spieler Daniel Nörenberg in der Pressekonferenz deutliche Kritik am eigenen Team. «Die Einstellung im Training hat die gesamte Woche gefehlt, und das hat sich heute im Spiel fortgesetzt».

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