Nichts für schwache Nerven in Kaufbeuren - 1 : 2 gegen die Dresdner Eislöwen

Spiel zwei des Play-off-Viertelfinals zwischen Kaufbeuren und Dresden war nichts für schwache Nerven. Am Ende hatte der Favorit aber mit 2:1 die Nase vorn und führt in der best-of-seven-Serie nun mit 2:0-Siegen. Dass es ein spannender, phasenweise dramatischer Eishockeyabend wurde lag zunächst am Glück der Joker und an einem überragenden Martin Fous im ESVK-Gehäuse. Daher lagen die Hausherren nach 20 Minuten nur mit 0:2 im Rückstand. In Überzahl brachte Gäste-Verteidiger Marcel Linke Dresden in Führung und Jakub Körner erhöhte in der 14. Spielminute verdient auf 2:0. Der Gastgeber wirkte nervös und in der Defensive unkonzentriert. Doch entweder entschärfte Fous – der Youngster bekam diesmal den Vorzug vor Christian Baader – die Dresdner Großchancen oder das Torgestänge verhinderte Schlimmeres für die Wertachstädter.

Doch mit zunehmender Spielzeit wurde Kaufbeuren immer stärker. Ab der Mitte des Spiels waren die Joker die eindeutig bessere Mannschaft. Angepeitscht von einer tollen Kulisse kämpften sich die Bullard-Schützlinge zurück ins Spiel. Rob McFeeters schaffte aus kurzer Distanz der Anschlusstreffer. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war die Partie an Spannung und Hektik kaum zu übertreffen. Hüben wie drüben standen oft Provokationen und Fouls im Mittelpunkt. Das Kaufbeurer Trainergespann kritisierte die Spielweise der Gäste. 'Dresden spielt Schauspieleishockey', warf Mike Bullard den Akteuren aus Sachsen den Hang zur Theatralik vor.

Trotz vieler Strafen verlor der ESVK aber nicht den Faden und drängte mit aller Macht auf den Ausgleich. Doch auch beste Chancen wurden nicht genutzt. Eislöwen-Keeper Michal Marik brachte die Angreifer der Allgäuer reihenweise zur Verzweiflung. Am Ende verließen die Joker mit hängenden Köpfen – aber gefeiert von ihrem Publikum – das Eis. Coach Ken Latta bleibt trotz der Niederlage optimistisch: 'Auch in diesem Spiel hat man gesehen: Wir werden immer stärker und Dresden wird schwächer.' Am Ostermontag in Dresden hat der ESVK die Chance, die Lattas These mit einem Sieg zu belegen.

ESV Kaufbeuren : Dresdner Eislöwen 1:2 (0:2/1:0/0:0)

0:1 Linke (7.), 0:2 Körner (15.), 1:2 McFeeters (33.)

Strafen: 20 – 16

Zuschauer: 2.882

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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