Skilanglauf
Nach dem Schock über den Rücktritt von Bundestrainer Jochen Behle sind die Allgäuer Athleten zuversichtlich

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Nicht nur Nicole Fessel aus Oberstdorf war bei der Nachricht über den Rücktritt von Langlauf-Bundestrainer Jochen Behle 'sehr überrascht, geschockt und auch traurig'. Wie Lucia Anger (Oberstdorf) und Hannes Dotzler (Sonthofen) bestätigen, ist der Rückzug Behles momentan 'das Thema Nummer 1' unter den Athleten; über Namen möglicher Nachfolger möchte sich allerdings niemand äußern.

Hanna Kolb (Buchenberg) bringt auf den Punkt, was der Langlaufsport in Deutschland dem 51-jährigen Behle zu verdanken hat: 'Er war in den vergangenen zwölf Jahren ja nicht nur Trainer, sondern auch der beste PR-Mann für unseren Sport.' Daher ist die 20-Jährige Buchenbergerin nicht die Einzige, die sich momentan noch gar nicht vorstellen kann, wie es ohne Jochen Behle weitergehen wird. Nicole Fessel jedenfalls erwartet 'eine Riesenumstellung'.

Auf das Training der Allgäuer hat der Rücktritt Behles keine direkten Auswirkungen, da die Athleten von ihren Heimtrainern gecoacht werden. Auch die Arbeit von Sabine und Stefan Dotzler am DSV-Stützpunkt Allgäu wird wohl nicht beeinflusst.

Allerdings obliegen die Lehrgangsplanung sowie deren inhaltliche Gestaltung dem Bundestrainer und darauf muss dann das Heimtraining abgestimmt werden, wie Lucia Anger zu bedenken gibt. Die Saison fängt für die Wintersportler nämlich bereits im Mai wieder an.

Auf DSV-Generalsekretär Thomas Pfüller wartet daher bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger jede Menge Arbeit. Denn nicht nur Stefan Dotzler – auch sein Name wird genannt – glaubt, dass man einen Mann für dieses wichtige Amt 'nicht aus dem Ärmel schütteln kann'. Denn, so sein Sohn Hannes, Jochen Behle hat 'die Messlatte hoch gelegt'.

Ein Vakuum entsteht durch seinen Rücktritt aber nicht, versichert Stefan Dotzler, denn auch andere Nationen wie Norwegen hätten bewiesen, dass sich ein Wechsel an der Spitze nicht negativ auswirken müsse. Dennoch hofft der Allgäuer Stützpunkttrainer, dass ein Nachfolger vielleicht schon bis zur Trainerklausur am 23. April feststeht.

Man dürfe zwar nichts überstürzen, sagt das Sonthofer Talent Sebastian Eisenlauer, allerdings solle 'g’scheit und bald' entschieden werden. 'Wenn eine kompetente Person kommt, wirkt sich der neue Schwung vielleicht positiv aus.' Sabine Dotzler bereitet die Herkunft des neuen Chefs im Hinblick auf möglichst neutrale Entscheidungen bei der Nominierung Kopfzerbrechen: 'Mir wäre es lieb, wenn jemand kommt, der nicht zu sehr in einen Stützpunkt involviert ist.'

'Erfolge geben uns recht'

Nicole Fessel kann diese Überlegungen ihrer Trainerin nachvollziehen, sieht die Stellung der Allgäuer Athleten jedoch nicht in Gefahr: 'Wir haben eine so super Truppe mit super Trainern – und die Erfolge geben uns Recht. Ich denke nicht, dass da jemand dazwischenfunken könnte.'

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