Breitenberg
Mountainbikemarathon Pfronten - Zwei Allgäuer strampeln ganz nach oben

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Im vergangenen Jahr lieferten sich die Sportler des Mountainbikemarathons in Pfronten (Ostallgäu) eine wahre Hitzeschlacht - heuer hatten sie mit teils kräftigen Regenschauern am Breitenberg zu kämpfen. Doch gerade die Allgäuer Biker schien das eher zu beflügeln: Gleich zwei landeten auf dem Siegertreppchen.

Richard Klein (23) aus Durach entschied die Kurzstrecke mit 1:12,01 Stunden für sich, Steffi Hadraschek-Jochem (31) aus Burgberg kämpfte sich auf der Extremstrecke bei den Frauen auf Platz eins mit 4:24,10 Stunden. Bei den Männern entschied die härteste Strecke über 70 Kilometer und mit 2600 Höhenmetern Matthias Bettinger (27) aus dem Schwarzwald mit 3:14,34 Stunden für sich.

<< Beim ersten Anstieg habe ich gemerkt: Das wird heute etwas >>, verriet Bettinger im Ziel. Dass der Regen teilweise kräftig niederprasselte, störte ihn nicht. Im Gegenteil: << Bei 30 Grad im Schatten geht bei mir gar nichts. >> Bei kühleren Temperaturen könne er aufdrehen.

Das tat auch Rupert Palmberger (23) aus Oberhausen bei Weilheim: Mit 2:24,26 Stunden gewann er nicht nur auf der Marathonstrecke: Er knackte auch den Rekord von Manfred Reis aus dem Vorjahr (2:28,35 Stunden).

Über die eigene Leistung war er erstaunt: << In der Woche zuvor bin ich noch die Trans Alp mitgefahren. Dass ich heute schon wieder Gas geben konnte, hatte ich nicht erwartet. >> Bei den Frauen war Sarah Bosch (20) aus Rosenheim die Schnellste auf der Marathonstrecke.

Dass Richard Klein so weit vorne landete, war wohl auch der Witterung zu verdanken: << Ich bin froh, dass es nicht so heiß. >> Er hatte sogar noch Zeit, einem Mitfahrer sein Flickzeug zu leihen, weil der einen Platten hatte. Froh über die niedrigeren Temperaturen als 2010 war auch Steffi Hadraschek-Jochem: << Damit bin ich damals nicht zurecht gekommen. >> Mit der erzielten Zeit heuer sei sie << sehr zufrieden >>.

Nicht ganz glücklich war Timo Modosch (22) aus Marktoberdorf: Er schaffte es auf der Marathonstrecke zwar auf Platz vier mit 2:32,45 Stunden. << Ich hatte mir aber eigentlich vorgenommen, unter die Top drei zu kommen >>, verriet Modosch. Er wollte ein durchweg hohes Tempo fahren - doch es ging nicht: << Ich musste langsam tun, weil meine Beine nicht mehr mitgemacht haben. >>

Unter der Schar aus rund 1200 Radlern fand sich auch Ken Bloomer: Der Ex-Profi aus Colorado (USA) und Gewinner zahlreicher nordamerikanischer MTB- und Crossrennen fuhr auf der Marathonstrecke mit - doch der linke Kurbelarm seines Fahrrads fiel ab und er musste mehrere Minuten an seinem Gefährt herum schrauben. Zwar kam er als 139. mit einer Zeit von 3:32,19 Stunden ins Ziel. Doch sauer war der 41-Jährige, der seit zwei Jahren in Füssen lebt, keineswegs: << Ich bin nur zum Spaß mitgefahren. Dabei sein ist alles. >>

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