Triathlon
Mit Spiel und Abwechslung trainiert Eva Übelhör den Nachwuchs des TV Immenstadt

«Triathlon ist ein Sport, den man am besten draußen in der Natur betreibt», sagt Eva Übelhör. Aus diesem Grund trainiert die 39-Jährige mit den Nachwuchstriathleten des TV Immenstadt nur von April bis Oktober und wechselt danach bewusst nicht in die Halle, obwohl der Gruppe diese Möglichkeit offenstünde.

Die Ausdauer, die für diese Sportart die wichtigste Voraussetzung ist, holen sich die Jugendlichen im Winter beim Langlaufen, Skaten oder Skifahren. Probleme, die Mädchen und Buben zum Training zu motivieren, kennt Eva Übelhör daher nicht. Nach der langen Winterpause fiebern die Kinder dem Trainingsauftakt entgegen, erzählt die 39-Jährige stolz. Wenn sie in dieser Zeit zufällig auf einen ihrer Schützlinge trifft, lautet die erste Frage, wann endlich wieder das Training losgehe. «Die Pause tut allen gut», folgert die Übungsleiterin.

Im Sommer wird das Trainingspensum von ein bis anderthalb Stunden in der Woche allerdings bei jedem Wetter durchgezogen.

«Die Kinder müssen auch bei Regen ein Gefühl für die Strecke bekommen», erklärt Eva Übelhör mit dem Hinweis darauf, dass die Wettkämpfe ebenfalls bei jeder Witterung stattfinden. Bei sehr starkem Regen weicht sie mit der Gruppe hin und wieder auf die Tribüne aus.

Neben bestimmten Übungen mit Seilen, Gewichten und Bällen lassen sich dort auch Laufen und Trockenschwimm-Übungen trainieren. Für Gymnastik- und Dehnübungen, was Eva Übelhör als «die vierte Disziplin des Triathlons» bezeichnet, bietet die Tribüne ebenfalls genug Raum. «Je beweglicher jemand ist, desto geringer ist das Risiko, sich zu verletzen», erklärt die Trainerin, warum sie auf die Gymnastik so großen Wert legt.

Insgesamt achtet sie in den Übungseinheiten vor allem auf Abwechslung. Sowohl im Aufwärmprogramm als auch zwischendurch flechtet sie daher Spiele wie Fußball oder Badminton ein. «Für die Kinder ist es gut, zwischendurch einmal andere Muskelgruppen zu trainieren», sagt Übelhör. Man könne nicht immer nur laufen. Erst kurz vor dem ersten Triathlon konzentriert sie sich auf gezieltes, wettkampfspezifisches Training. Nach einer Radtour zum Baggersee wird das Umziehen trainiert und eine Runde geschwommen, bevor sich die Nachwuchstriathleten wieder aufs Rad schwingen müssen und zum Abschluss eine Runde laufen. Der Wechsel der verschiedenen Disziplinen lässt sich sogar im Stadion trainieren. Dazu legt Übelhör auf der Aschenbahn Gymnastikmatten aus und lässt die Kinder darauf kraulen. «Du musst schwimmen, sonst gehst du unter, wir sind mitten im See», ermuntert sie einen Bub, dem scheinbar die Puste ausgeht.

Nahtlos folgt der Wechsel auf die Räder. «Klasse, Christian, super», lobt Eva Übelhör den Bub, der die geforderte Rundenzahl als Schnellster bewältigt, und auch ein Mädchen bekommt Anerkennung: «Das hat super ausgeschaut, Anna.»

Eis macht schnell

Am wichtigsten für Triathleten sei, dass sie das Schwimmen beherrschen. Daher absolvieren die Kinder regelmäßige Trainingseinheiten in der Schwimmhalle. Für den, der als erstes aus dem Wasser kommt, ist es bedeutend leichter, den Vorsprung über die anderen Disziplinen mit ins Ziel zu bringen: «Ein guter Schwimmer ist der perfekte Triathlet.» Am Ende der Übungseinheiten hat sie meist noch eine kleine Belohnung für ihre Schützlinge: einen Ausflug zur Eisdiele. «Eis macht schnell», bemerkt Übelhör schmunzelnd.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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