Allgäu
«Mannschaft vertraut mir»

Nachgefragt bei Fussballprofi Markus Miller Wie ist es, wieder für den KSC im Tor zu stehen? Markus Miller: Sehr schön. Es hat ja lange gedauert. Dreieinhalb Monate habe ich nicht mehr gespielt. War es wie ein Neubeginn?

Miller: Ein bisschen schon. Ich hatte keine Rückennummer mehr und habe auch mit der Mannschaft nicht mehr trainiert. Der Platz in der Kabine, das war das Einzige was ich noch hatte.

Sie mussten finanzielle Abstriche machen, um wieder spielen zu können?

Miller: Der Verein konnte mit dem Vertrag, der im Herbst 2008 zu neuen Konditionen verlängert worden war, nach dem Abstieg in die 2. Liga nicht mehr leben. Das war die Ausgangslage.

Jetzt müssen Sie mit einem Vertrag leben, dessen Konditionen zu Ihren Ungunsten verändert wurden.

Miller: Als Profifußballer kann man sich ja grundsätzlich nicht beklagen, was das Gehalt angeht. Die jetzige Lösung passt schon.

Die Situation sah so verzwickt aus, dass man fast annehmen musste, Markus Miller wechselt. Hatten Sie mit dem Thema KSC schon abgeschlossen?

Miller: Nie so ganz. Meine Familie und ich fühlen uns in Karlsruhe wohl. Das hat mit Sicherheit eine Rolle gespielt. Ich habe nie gewusst, was am nächsten Tag passiert. Sicher hört man sich dann um, wo man den nächsten Schritt in seiner Karriere machen könnte.

Es fand sich kein Verein, der die festgeschriebenen 1,2 Millionen Euro Ablöse zahlen wollte?

Miller: Ich habe in den letzten Wochen und Monaten einiges dazu gelernt, wie das Fußballgeschäft funktioniert. Die Transferpolitik ist extrem kompliziert - und manchmal schon sehr eigenartig.

Hatten Sie erwartet, gleich nach der Einigung mit dem KSC wieder im Tor zu stehen?

Miller: Ich habe mit allen Eventualitäten gerechnet. Die Hauptsache war aber, wieder mit der Mannschaft trainieren zu können. Ich war gut drauf, konnte es aber nicht beweisen.

Gegen Cottbus und Frankfurt unterliefen Ihnen gleich ein paar Patzer.

Miller: Die Unsicherheiten sind ins Auge gefallen. Doch zu 95 Prozent habe ich sicher und ruhig gespielt. Mir fehlte die Wettkampf-Praxis. Da können Fehler passieren. Man kann nicht in einer halben Trainingswoche von null auf 100 kommen. Trainer und Mannschaft vertrauen mir. Das ist wichtig. (row)

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