Titel
Lindenberger Chiefs holen zum fünften Mal den Westallgäu-Cup

Das Team der Lindenberger Chiefs machte das 13. Hobbyturnier um den Westallgäu-Cup im wahrsten Sinn des Wortes zur Chefsache. Auf dem Kunsteisplatz ließen die einheimischen Eishockeycracks den Eisheiligen aus Regensburg keine Chance und fertigten die Oberpfälzer im Finale mit 3:1 ab. Nach dem Führungstreffer von Heinz Maidel glichen die Gäste zwar aus, doch Michael Wellenberger und Michael Thanner legten zwei weitere Chef-Treffer nach. Für die Bergstädter war es der insgesamt fünfte Turniersieg, wobei sie in den bislang ausgespielten 13 Turnieren jedes Mal im Finale standen.

Die Gäste, die mit dem aus der Oberpfalz stammenden Gymnasiallehrer Florian Eberhardt (er stellte auch vor Jahren den Kontakt her) einen Lindenberger Gastspieler in den eigenen Reihen hatten, nahmen die Niederlage gelassen. Für den Keeper der Eisheiligen, Klaus-Peter Frank, war es bereits die fünfte Turnierteilnahme: 'Auf dem Eis geht’s zwar manchmal ein bisschen heftig zu, aber danach ist das alles wieder im Lot.' Oliver Baldauf von den Chiefs zollte den Zweitplatzierten Respekt: 'Die Regensburger sind zwar mit einem kleinen Kader angereist, dafür bringen sie aber Eishockey-Erfahrung pur mit.'

Die Vormachtstellung der Chiefs zeichnete sich bereits nach der Vorrunde ab. Gruppenerster mit drei Siegen und einem beachtlichen Torverhältnis von 17:1, lautete die Bilanz. Chief-Torhüter Rudi Epp kassierte im Turnierverlauf nur zwei Treffer und ärgerte sich trotzdem: 'Der in der Vorrunde war überflüssig – den hatte ich eigentlich schon festgehalten.' Dass die Chiefs auch ohne erfahrene Spieler, wie Harald Böller, Herbert Mader und Thomas Sabautzki den Turniersieg holten, erklärte Baldauf: 'Wenn weniger Individualisten mitspielen, wird eben das Kollektiv stärker.'

Eine Besonderheit gab es im Spiel um Platz 3. Mit Torfrau Yvonne Kaboth (Ravensburg/Weingarten) von den Weiher Wings und der 21-jährigen Stürmerin Antje Sabautzki (Frauen-Bundesliga ECDC Memmingen) auf Seiten der Mutfak Boyz aus Oberstaufen trafen zwei 'Amazonen' aufeinander, die sich in der Männer-Phalanx aber sehr gut behaupteten. 'Wir spielen halt nicht körperbetont, sondern stellen die Technik in den Vordergrund', erklärte die aus Lindenberg stammende Sabautzki.

99 Tore im gesamten Turnier

Nicht nur der sportliche Ausgang mit insgesamt 99 erzielten Treffern, auch das Zuschauerinteresse stellte Baldauf vollauf zufrieden: 'Wir hatten an den beiden Turniertagen ungefähr genauso viel Zuschauer, wie in den vergangenen Jahren. Da gab es keine Ausreißer – weder nach oben, noch nach unten.' Wichtig war ihm, dass sich erneut viele freiwillige Helfer bereiterklärt hatten, aktiv mitzumachen: 'Vor allem die beiden Schiris Manuel Merk und Mike Sabautzki kamen kaum aus ihren Schlittschuhen heraus.'

So sehen Sieger aus: Die Lindenberg Chiefs gewannen das Hobbyturnier auf dem Kunsteis am Waldsee. Fotos: Manfred Sendlinger

Antje Sabautzki im Trikot der Mutfak Boyz (Oberstaufen) gibt ihrem Vater Gerhard Sabautzki (Mitte) von den Chiefs Lindenberg Tipps, wie er gegen die Eisheiligen aus Regensburg (rechts Keeper Klaus-Peter Frank) rangehen soll.

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