Knatsch zwischen den schwäbischen Rivalen

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Von Andreas Schales. Memmingen An drei Fronten liegen in diesen Tagen der FC Memmingen und der TSV Aindling im Clinch. Sportlich messen beide Mannschaften im Nachholspiel der Fußball-Bayernliga am Mittwochabend (19.30 Uhr) in der Memminger Arena ihre Kräfte.

An gleicher Stelle zur gleichen Zeit geht es eine Woche später noch einmal im schwäbischen Pokal-Halbfinale gegeneinander. Dritter Schauplatz ist ein Fernduell der beiden Klubs hinsichtlich unterschiedlicher Auffassungen über die Regionalliga. Hier gehen die Meinungen weit auseinander.

Der FC Memmingen hat, wie berichtet, zum Stichtag 16. März aus wirtschaftlichen Gründen keinen Lizenzantrag gestellt. Die Aindlinger haben sich nach einigem hin und her doch entschlossen, für die vierte Fußball-Liga zu melden.

Aindlings Trainer Manfred Paula warf in der örtlichen Presse dem Memminger Vorsitzenden Armin Buchmann Panikmache vor. Die von Buchmann genannten Zahlen, dass der Durchschnittsetat in der Regionalliga bei 1,8 Millionen Euro liege und der kleinste bei 600 000, zweifelt Paula an. Der FCM-Vorsitzende kontert: 'Diese Zahlen habe nicht ich errechnet, sondern sie kommen direkt vom Deutschen Fußballbund.' Der TSV Aindling hätte sie auch erfahren können, wenn er nicht als einziger Verein beim Bayernliga-Workshop im Winter gefehlt hätte.

Paula, selbst Sport-Ökonom und früher Manager des FC Ingolstadt 04, glaubt mit einem Etat von 500 000 Euro die Regionalliga schultern zu können. Das zieht wiederum Buchmann in Zweifel: 'Im Prinzip kann es uns egal sein, was Aindling macht. Aber ich fürchte, da geht ein Verein ziemlich blauäugig an die Sache heran.'

'Maisfeld mit Flutlicht'

Wenn die neue Memminger Arena noch einmal für die vierte Liga aufgerüstet werden müsste, mag sich Buchmann nicht vorstellen, was angesichts der Sicherheitsauflagen finanziell in das Aindlinger Stadion gesteckt werden muss. Was schon bei der Parkplatzfrage losgeht. In Aindling wird auf Schotter und in Wiesen geparkt. Der DFB fordert ausgebaute, beleuchtete Stellplätze samt Notrufanlagen. 'Aindling hätte hier dann das erste Maisfeld in der Regionalliga mit Flutlicht', legt Buchmann nach.

Er hätte sich gewünscht, dass der schwäbische Rivale den Memminger Weg mitgegangen wäre und den 'Wahnsinn aufzeigt, der momentan gefordert wird'. Der FCM-Boss sieht sich durch viele deutschlandweite Reaktionen bestätigt. Auch BFV-Präsident und DFB-Vize, Dr. Reiner Koch, zollte der Memminger Entscheidung Respekt.

Buchmann glaubt, dass spätestens in zwei Jahren die Ligen anders eingeteilt werden. Dann dürfte es drei statt vier Profiligen geben - und darunter die Amateure. Dann wäre die vierte Liga für den Allgäuer Traditionsclub zu stemmen.

Die Fakten zum heutigen Schwaben-Derby

FC Memmingen - TSV Aindling (Mittwoch, 19.30 Uhr)

Die Lage Gastgeber FC Memmingen steht auf Platz fünf und hat 40 Punkte. Der TSV Aindling ist Zweiter mit 43 Punkten. Es kommt heute zum Aufeinandertreffen der beiden abwehrstärksten Mannschaften in der Fußball-Bayernliga. Das Vorspiel in Aindling endete torlos 0:0.

Der Gegner Die Nordschwaben kassierten in 22 Spielen erst 19 Gegentreffer (FCM 21). Zudem haben den Vorteil, dass ihr Spiel am Samstag ausfiel, weil das Stadion in Bayreuth überflutet war.

Personelles Beim FCM fehlt aus privaten Gründen Ejnar Kahric. Stefan Zobel befindet sich auf Studienreise in Schweden. (lie)

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