Motorradsport
Keine Siege beim Heimspiel

Kein Sieg, aber dennoch zufrieden: Die Bilanz des Marktoberdorfer Teams von Sigurd Waldmann beim ADAC-Supercross in der Münchener Olympiahalle fällt gemischt aus. Zwar erreichten seine Fahrer am Wochenende vor tausenden von Zuschauern selten das Finale, doch zwei haben nach der dritten von vier Veranstaltungen noch Chancen auf den Gesamtsieg.

Teamchef Waldmann präsentierte sich beim «Heimspiel» in München mit sechs Fahrern, Mechanikern und weiteren Betreuern mit so viel Personal wie nie zuvor. Doch in die Finalläufe schafften es nur zwei Fahrer von Waldmann, der Rest scheiterte nach Verletzungen, Stürzen oder hatte Pech. «Das Fahrerfeld war auch sehr stark. Da war vom ersten bis zum letzten Platz alles möglich», so Waldmann. Für Mechaniker wie Manuel Gall war das ernüchternd, wenn «sein» Fahrer nicht ins Finale kam. «Das ist natürlich eine Enttäuschung», meinte der Memminger, der den Franzosen Cedric Mannevy betreute.

Doch vor allem Joaquim Rodrigues in der Klasse SX1 (450ccm) sorgte für Jubel bei Waldmann und Mechaniker Dirk Albrecht (Marktoberdorf): Der Portugiese erreichte beide Finalläufe und landete einmal auf dem Podium. Damit führt Rodrigues die Gesamtwertung an. «Das ist sehr gut. Er kann es schaffen», freut sich der Teamchef.

Waldmann hat noch einen weiteren Pfeil im Köcher: Dennis Ullrich. Zwar musste der 17-Jährige aus Neu-Ulm am Sonntag verletzungsbedingt in der SX2 (250ccm) passen. Doch immerhin hatte er am Samstag gepunktet. Ullrich steht damit auf Platz vier in der Gesamtwertung. «Da ist noch alles offen», so Waldmann vor dem letzten Rennen Anfang 2011 in Dortmund.

Auch im Rahmenprogramm spielten Allgäuer eine Rolle. Denn beim Freestyle-Motocross zeigten die ehemaligen deutschen Meister Lukas Weis und Hannes Ackermann von der Sonthofener «Wrecking Crew» dem tobenden Publikum Tricks in zwölf Meter Höhe. Beide haben inzwischen den Backflip (Rückwärtssalto) im Repertoire.

Familie Würterle im Großeinsatz

Zu den Zuschauern gehörten auch einige Clubs aus dem Allgäu. Die Familie Würterle (Berkheim) war im Großeinsatz: Während der frühere Speedwaymeister Peter Würterele für die technische Abnahme der Maschinen zuständig war, führte sein Sohn Kevin (deutscher Supermotomeister) Besuchergruppen durch das Fahrerlager. Seine Schwester, Janina Würterle (Vizeeuropameisterin im Supermoto), begleitete im feschen Aufzug die Fahrer zur Vorstellung.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen