Kaufbeuren
Keine Chance gegen Defensivbollwerk

«Vielleicht muss ich wieder den einen oder anderen Spieler als Weckruf nach Peiting schicken», machte Trainer Ken Latta deutlich, dass er nicht zufrieden war mit der Vorstellung einiger seiner Schützlinge. Umso mehr, da der ESV Kaufbeuren gegen einen direkten Konkurrenten um die Play-off-Plätze der zweiten Eishockey-Bundesliga leer ausging. Die 2:3-Niederlage gegen die Lausitzer Füchse war zwar insgesamt vermeidbar, aber verdient. Gegen die Taktik der Gäste, aus einer sehr defensiven Grundordnung heraus mit überfallartigen Kontern für Gefahr zu sorgen, fand der Aufsteiger kein Mittel.

«Es reicht nicht, nur 20 Minuten gut Eishockey zu spielen», wetterte Latta. Im ersten Drittel seien neun seiner Spieler und im zweiten Abschnitt immer noch fünf nicht auf der Höhe gewesen. «Manche haben wohl gedacht, dass das Trikot das schon machen wird», sagte der Joker-Coach. Hinzu kam, dass die Paradereihe komplett abgemeldet war. «Weißwasser hat eine defensiv sehr starke Mannschaft, die Rob McFeeters und Jordan Webb keinen Platz gelassen hat», so Latta.

Die frühe Führung spielte den Gästen dementsprechend in ihre Karten. Die Joker, die fast die gesamte Spielzeit einem Rückstand hinterherliefen, kamen kaum zu herausgespielten Torchancen. Erst in der Drangperiode im Schlussdrittel häuften sich die Einschussgelegenheiten. Doch Jonathan Boutin im Füchse-Tor war ein sicherer Rückhalt, der nahezu jede Scheibe festhielt.

«Insgesamt waren wir vor dem Tor zu schwach und zu ungefährlich», so Latta.

Die Geschichte des Spiels lieferte ein Gästespieler: Ervin Masek war trotz seiner 42 Jahre der auffälligste Akteur auf dem Eis. Dass der gebürtige Tscheche ausgerechnet an alter Wirkungsstätte - von 1999 bis 2004 trug Masek das Joker-Trikot - zur Höchstform auflief, überraschte den Matchwinner wenig: «In diesem Stadion habe ich schon immer gerne getroffen.» Der Siegtorschütze konnte sich sogar den Luxus erlauben, einen Penalty zu verschießen. «Ich dachte, es wäre schön, wenn er noch ein Tor zu Hause schießt», verrät Füchse-Trainer Dirk Rohrbach, wie sehr Masek noch mit dem Allgäu verbunden ist.

Schon heute können die Joker den verpatzten Jahresauftakt wieder gut machen. Ab 19.30 Uhr treten die Latta-Schützlinge gegen den SC Riessersee an. An die Olympiaeishalle in Garmisch hat der ESVK gute Erinnerungen. Vor einem knappen Monat gelang dem Liganeuling dort der höchste Saisonsieg (7:2). Zudem begann mit diesem Erfolg Anfang Dezember eine Serie von sieben Spielen in Folge mit Punkten für die Joker.

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Allgäuer Zeitung aus Kempten

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