Kaufbeuren
Kein Glück gegen die Defensiv-Spezialisten

Ein Lob für den gut spielenden, aber dennoch unterlegenen Gegner ist stets ein gern gesprochener Trost. Doch ESVK-Trainer Ken Latta hätte sich nach der 1:4-Heimniederlage gegen den EHC München lieber über drei weitere Punkte gefreut. Die Aussage von Gäste-Trainer Pat Cortina traf den Nagel auf den Kopf. «Kaufbeuren war vor dieser Kulisse der erwartet starke Gegner. Meine Mannschaft hat sehr diszipliniert gespielt», sagte der Münchner Trainer, dessen Team seinem Ruf als verdienter Tabellenführer der zweiten Eishockey-Bundesliga gerecht wurde.

Trotz der Niederlage zog auch Latta ein positives Fazit: «Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten gut gespielt und gegen einen sehr starken Gegner verloren». Jedoch spielte bei den personellen Rahmenbedingungen das Fehlen von Rob McFeeters eine nicht unwesentliche Rolle. Trotz aller Bemühungen von Jordan Webb fehlten dem Top-Torjäger die genialen Zuspiele und somit gerade dieser Sturmreihe die notwendige Durchschlagskraft, um ein so defensivstarkes Team wie München entscheidend unter Druck zu setzen.

«Wir wussten, dass wir diesmal nicht viele Chancen bekommen», sagte Anton Saal, der nach wie vor auf seinen ersten Saisontreffer wartet.

Dabei hätte der Neuzugang von den Starbulls Rosenheim selbst mit einer 100-prozentigen Tormöglichkeit sein Team im letzten Drittel beim Stand von 0:3 noch einmal ins Spiel bringen können. «Der muss einfach rein. Es tut mir leid für die Mannschaft», sagt der Stürmer über seine vergebene Chance.

Wie nah Glück und Pech an der Tabellenspitze beieinander liegen, zeigte die Entstehung des 1:0 für die Gäste, der eine umstrittene Zweiminutenstrafe für ESVK-Torhüter Thomas Tragust voraus ging. «Ich habe mir die Situation auch nach dem Spiel noch einmal auf Video angeschaut und mache dem Schiedsrichter keinen Vorwurf», sagte Latta, der das daraus resultierende Gegentor nicht als spielentscheidend einstufte. Wenig Glück hatten die Joker auch bei ihren Überzahlsituationen.

Allerdings standen sie auch einem Team gegenüber, dass nach elf Spieltagen gerade einmal 15 Gegentore kassiert hat. «Die haben einfach eine unglaubliche Qualität in der Mannschaft», sagte Saal.

Dass der ESVK die Partie trotzdem bis zum Ende spannend gestalten konnte, stimmte die 4100 Zuschauern zufrieden. Zum Leidwesen der Joker wurde nach dem späten Anschlusstreffer von Go Tanaka die Risikobereitschaft Lattas, frühzeitig seinen Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis zu nehmen, nicht belohnt. Der Schuss zum 4:1 für den EHC ins leere Kaufbeurer Toir besiegelte die zweite Heimniederlage in Folge. Moral und Kampfgeist stimmten beim ESVK aber auch diesmal wieder, sodass die Mannschaft am Ende mit verdientem Applaus verabschiedet wurde.

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