Sport
Kaufbeurer sorgt bei Streethockey WM für Aufsehen

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'Es war mir eine Ehre, für Deutschland zu spielen', sagt André Gerartz. Der 19-Jährige von den Green Monsters Kaufbeuren sorgte bei der U20-Weltmeisterschaft im Streethockey im tschechischen Pisek für Aufsehen. 13 Tore erzielte er insgesamt und war damit der beste Torschütze des Turniers. Die deutsche Mannschaft beendete das Turnier auf dem fünften Platz.

Trainer Gordon Lang war damit zufrieden, schließlich wurde das Ziel erreicht, die Teams aus der Schweiz und aus Großbritannien hinter sich zu lassen. Dass Deutschland im Konzert der großen Teams aus Kanada, der USA, Slowakei und Tschechien nicht mithalten kann, war dem 38-Jährigen schon im Vorfeld bewusst.

'Wir haben gegen die USA unser bestes Spiel gezeigt', meinte Lang trotz der 1:5-Niederlage. Die Gegentreffer seien allesamt Geschenke gewesen. Den deutschen Ehrentreffer erzielte Gerartz.

Wie man Streethockey in Perfektion spielt, zeigten die Kanadier, die im zweiten WM-Vorrundenspiel Deutschland mit 10:1 in die Schranken wiesen. Allein im Schlussdrittel wurde 22 Mal auf das Tor des Rosenheimers Kai Klimesch geschossen. Auch hier erzielte ein Allgäuer den einzigen Treffer für Deutschland: Ferdinand Hiebler von den Piranhas Germaringen.

'Die Kanadier spielen zehn Monate im Jahr Streethockey', erklärt Trainer Gordon Lang. Während Streethockey dort professionell betrieben wird, seien die Bedingungen in Deutschland amateurhaft.

Gegen die Schweiz gelang Deutschland ein 3:1-Erfolg. Erneut traf André Gerartz. Eine klare Sache war die Partie gegen WM-Neuling Großbritannien. Beim 11:1 gelangen Gerartz gleich acht Treffer. Er wurde darauf zum besten Spieler der Partie ausgezeichnet.

'Das war ein super Gefühl', sagt der 19-Jährige. Weil er sich in bestechender Form präsentierte, wurde er gleich für die beiden Länderspiele der A-Nationalmannschaft gegen die Schweiz am 30. Juni und 1. Juli in der Kaufbeurer Sparkassen-Arena nominiert. 'André hat eine überragende WM gespielt. Am Stock ist er spielerisch topp', lobt Lang.

Im abschließenden Spiel um Platz fünf ging es erneut gegen die Schweiz. Dieses Mal gab es ein 6:1 und wieder stach Gerartz mit drei Toren heraus. Er wurde zum zweiten Mal in Folge zum besten Spieler gewählt. 'Solche Spieler möchtest du als Trainer immer gerne haben. Spieler, die Tore erzielen und keine Strafzeiten verbuchen', meint Trainer Lang.

Gerartz ist in Köln geboren, stand als 13-Jähriger für Berlin auf dem Eis uns wechselte dann in die DNL-Mannschaft des ESV Kaufbeuren. Im Winter zog es ihn schließlich zum Oberligisten Peiting. Mit Matthias Müller glänzte in Tschechien ein weiterer Allgäuer: Ein Füssener, der für den ESV Kaufbeuren in der zweiten Eishockey-Bundesliga spielt. Er wurde als bester Verteidiger des Turniers ins 'All-Star-Team' berufen.

In der Streethockey-Bundesliga spielt Müller für die Heilbronn Hornets. Übrigens: Kanada blieb seiner Favoritenrolle gerecht. Im Finale siegten die Ahornblätter gegen Tschechien vor 3000 Zuschauern mit 3:2. Bronze ging an die USA, Vierter wurden die Slowaken.

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